22. Bamberger Kurzfilmtage

Vom 23. bis zum 29. Januar fanden die 22. Bamberger Kurzfilmtage statt. Die sieben Preise gingen am Ende an sechs Filme. Was in Bayreuth ungewöhnlich erscheinen mag, ist in Bamberg selbstverständlich: Das Kurzfilmfestival kann in richtigen Kinos stattfinden! Die beiden Programmkinos Lichtspiel und Odeon, von denen ersteres letztes Jahr den Titel des „Kinos des Jahres“ gewonnen hatte, rollten die roten Teppiche aus und luden zum Wettbewerb von über 100 Kurzfilmen. Das Publikum war breit gefächert und bestand sowohl aus überzeugten Festivalgänger*innen, als auch aus Menschen, die  scheinbar nur mal reinschauen wollten. Die einzelnen Filmblöcke waren gut besucht und teilweise auch ausverkauft. … 22. Bamberger Kurzfilmtage weiterlesen

Kaugummi #11: Im Format 01110111 01110111 01110111

Das obige Format gibt natürlich kein tatsächliches Bildverhältnis oder eine andere elementare Maßeinheit wieder – dennoch lässt sich anhand dieses Binärcodes eine Gattung von kreativen Medienprodukten umreißen, die über ähnliche Spezifika oder Produktionsbedingungen verfügen. Übersetzten ließe sich der Code mit den Buchstaben www und so folgt mit dem folgenden Zeilen nach gerade beendigter Berlinale ein Hinweis auf ein anderes berliner Festival, das sich (zugegebenermaßen in kleinerem Ausmaß) die Präsentation von existenziell mit dem Internet verbundenen Filmchen zur Aufgabe gemacht hat.

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Kaugummi #5: Von Puppenspieler bis Poet

Fernab jedes Bachelor-Studiums, in anderen Sphären bewegt sich ein Mann, der in der dieswöchigen Kaugummi-Rubrik vorgestellt werden soll. Ein Autodidakt, dessen Werke eine Öffentlichkeit weit über YouTube hinaus verdienen.

Nicht einfach ein Nerd, der schlichtweg zu viel Zeit vor dem Computer verbringt und irgendwelche Animationen zusammenschustert, sondern jemand, der mit präzisem Blick und Gefühl kleine Bilderwelten erzählt, die originell und liebevoll zugleich sind. Kein Kaugummi, mehr ein Château le Puy 2003.

Hier also, für alle die seine Filme noch nicht kennen, ein Medley und erster Eindruck vom Oeuvre des franko-kanadischen Filmemachers Patrick Boivin.

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Robert Rodriguez: Bedhead

From Dusk Till Down, Sin City, Spy Kids und Planet Terror entstanden u.a. Robert Rodriguez Feder, seinem Auge, seinem Geist und seiner Schere. Buch, Kamera, Regie und Schnitt. Das Multitalent macht alles selbst. Nach eigener Aussage hat er das alles gelernt, indem er schlicht und einfach viel gezeichnet und gedreht hat. Beinahe 30 Kurzfilme machte er in jungen Jahren, und 1991 war es dann soweit: nach all den Hobby-Kurzfilmen auf Video sollte der nächste auf Band aufgenommen werden, um somit auf anerkannten Kurzfilmfestivals laufen zu können. 800 Dollar hat es gekostet, auf 16mm zu drehen – bitter verdientes Geld „as … Robert Rodriguez: Bedhead weiterlesen

Die 5. Bayreuther Mediennacht – Ein Nachruf

Die  Bayreuther Mediennacht öffnete schon zum 5.mal ihre Pforten und die Studenten kamen in großer Zahl. Das Programm bestand aus einem fiktionalen und einem nicht-fiktionalen Block und bot über 5 Stunden an Unterhaltung. Ob der Abend halten konnte, was man sich von ihm versprach?

Man hat sich nicht gefragt, wo der rote Teppich ist, und man hat sich auch nicht gewundert, dass keine Fotografen ein Blitzlichtgewitter auf die in ihren Limousinen eintreffenden Teilnehmer mit ihren treffend aussehenden Begleitungen abfeuern. Die Mediennacht fing so an wie man es auch erwartet hatte: ein gemütliches Zusammentreffen meist bekannter Mitstudenten, Dozenten und Professoren die teils festlich, teils studentisch und teils studentisch mit fest erkennbarem Willen zum festlichen Outfit gekleidet waren.

Die Theke aus festverbundenen Bierkästen und die nicht ganz so edel wirkenden,  jedoch liebevoll mit Tischdekorationen (Tücher und Kerzen) verzierten Stehtische erinnerten eher an den Beginn einer lockeren Party. Sehr angenehm und ein bisschen mit DDR Charme versehen  war der Saal, in dem die Filme auf einer Leinwand  gezeigt wurden, welche ihren Zweck verantwortungsvoll erfüllte.

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