Notpron

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Gruselige Musik im Hintergrund, du betrittst das Rätsel durch eine Tür. Doch bereits die nächste Tür ist knifflig verschlossen. „Austricksen“? Wie verdammt nochmal kann man eine Tür austricksen? Die Antwort ist ganz einfach…

So wie jedesmal, wenn man versucht, im „härtesten Rätsel des Internets“ einen Schritt weiter zu kommen. Zumindest sobald man den richtigen Gedankenweg gefunden hat. Knapp 15,4 Millionen Besucher haben bis zum heutigen Tag versucht, das Rätsel zu lösen. Lediglich 23 Leuten ist es gelungen. (Die entsprechende Statistik findet sich auf der Startseite des Projekts)

In mittlerweile 140 Stufen hat Autor David Münnich aus Saarbrücken eine wie es manchmal scheint, schier unlösbare Aufgabe im Internet veröffentlicht. Und doch – 23 Menschen haben es geschafft. „Notpron“ weiterlesen

Kaugummi #11: Im Format 01110111 01110111 01110111

Das obige Format gibt natürlich kein tatsächliches Bildverhältnis oder eine andere elementare Maßeinheit wieder – dennoch lässt sich anhand dieses Binärcodes eine Gattung von kreativen Medienprodukten umreißen, die über ähnliche Spezifika oder Produktionsbedingungen verfügen. Übersetzten ließe sich der Code mit den Buchstaben www und so folgt mit dem folgenden Zeilen nach gerade beendigter Berlinale ein Hinweis auf ein anderes berliner Festival, das sich (zugegebenermaßen in kleinerem Ausmaß) die Präsentation von existenziell mit dem Internet verbundenen Filmchen zur Aufgabe gemacht hat.

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Wie man das Rad (neu) erfindet und das Feuer nicht ausgeht

Zum Start dieser neuen Rubrik wurde in einem Kommentar die Kritik laut, dass hiermit die eigentlichen, ja die relevanten Artikel nur länger auf sich warten lassen und oh, ein seriöserer Blog damit in weite Ferne rückt. Nun, für all jene, die Seriosität und Biederkeit für ihre Lebensaufgabe erachten, kann ich nur hoffen, dass ihnen zu Weihnachten – als Ausgleich für das wohlgesittete politische Gewissen – ein Jahresabo der FAZ beschert wurde.

Was aber wirklich hinter jedem Artikel stecken sollte, hinter jedem Ding steht und das Material von Qualität ist, ist die Idee. Eine Anleitung zur Ideenfindung gibt das folgende Video und empfiehlt dabei in Zeiten einer anonymisierten Netzkultur geradezu klassische Handlungsmuster. Schließlich schwor schon Nietzsche darauf, dass Gedanken vor allem im Gehen, d.h. mit der Bewegung kommen…

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Was Mark Medlock mit der Produktionsgesellschaft El Niño zu tun hat

Gar nichts. Und das ist auch gut so. Die Produktionsgesellschaft El Niño, über die man im Netz nicht wirklich mehr erfährt, als dass unter ihrer Flagge Regisseure und andere Kreative Musikvideos, Werbespots und alle im Zeitalter des Web 2.0 neu entstandenen Formate erschaffen, ist einen Inspiration bringenden Blick wert. Denn das von ihr betreute Werk ist weit origineller und innovativer als Yachten vor Mallorca und Performances vor weißem Hintergrund. „Was Mark Medlock mit der Produktionsgesellschaft El Niño zu tun hat“ weiterlesen

Die Elemente des perfekten Films – „Empire, Strikes und Back?“


Jeder Filmfan sucht sie: Die perfekte Kritik, die ihm alles verrät, was er wissen muss. Seien wir ehrlich: Es gibt sie nicht. Es gibt sie allein deshalb nicht, weil Objektivität ein Mythos ist und selbst wenn wir etwas finden, das wir für ideal halten, ist das immer noch eine Frage des persönlichen Geschmacks. Trotzdem hat es irgendwie jeder: sein Ideal. Diesem sehr nahe kommen für mich die Kritiken des Schweizer Filmrezensenten Marco Spiess, dessen Website molodezhnaja.ch eine kaum fassbare Menge an Filmkritiken enthält. Für das „Dispositiv“ gelang mir ein Interview mit ihm, das neben der Charakterisierung des Kritikers auch als Einblick in die Arbeit eines Rezensenten dient.

Das Internet bietet eine Vielzahl an Filmkritikern und solchen, die sich dafür halten. Meist ist es schwierig einen Titel einfach zu googeln und unter zig Angeboten genau das heraus zu picken, das alle Ansprüche deckt – also was ausreichend informiert, eine ungefähre Ahnung von dem vermittelt, was der Film rüberbringen wird und sich – nebenbei – auch angenehm lesen lässt. Wer es sich einfacher machen will, kann z. B. die Website www.molodezhnaja.ch besuchen. Nach dem ABC geordnet scheint sich hier jeder Film zu finden, der je gedreht wurde. Nun ja, das ist natürlich übertrieben, aber es kommt einem so vor. Der Stil schwankt zwischen stark subjektiv und von präzisem Hintergrundwissen geprägt, so oder so ist er unterhaltsam, ob man sich von der manchmal sehr einfach dargelegten Meinung beeinflussen lässt, bleibt jedem selbst überlassen.

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