Mein Lieblingsbuch – Nadja mit Die Schwarzen Juwelen von Anne Bishop

Fantasy betrachte ich eigentlich mit Vorsicht. Nicht immer gelingt es, Storys gut zu gestalten und Welten detailliert zu erschaffen und viele Geschichten erhalten somit schnell mein vernichtendes Urteil. Ironischerweise ist es nun aber Tatsache, dass das abgegriffenste, abgelesenste und vom Haustier am meisten angeknabberte Buch (bzw. Bücher) in meinem Bücherregal ein Fantasy-Bestseller ist: nämlich Anne Bishops ReiheDie Schwarzen Juwelen, wobei ich mich hier aber nur auf die Hauptstory beziehen möchte, welche die ersten drei Bände umfasst. Mein Lieblingsbuch – Nadja mit Die Schwarzen Juwelen von Anne Bishop weiterlesen

Mein Lieblingsbuch: Fabienne mit Hummeldumm von Tommy Jaud

„Matze, kapierst du’s nicht? Du hast in einen fremden Rucksack gekackt, da gibt’s doch nichts mehr zu erklären!“…
„Ich hab markiert, nicht gekackt!“, protestierte ich.
Muss ich noch mehr zu meinem Lieblingsbuch sagen? Na ja, wahrscheinlich, sonst entsteht hier noch ein falscher Eindruck Mein Lieblingsbuch: Fabienne mit Hummeldumm von Tommy Jaud weiterlesen

Mein Lieblingsbuch – Kathrin mit „Der Alchimist“ von Paulo Coelho

Ein vergrabener Goldschatz, Bandenkriege zwischen Wüstenvölkern und eine geheimnisvolle Fremde, in die sich der Protagonist natürlich schon beim ersten Treffen Hals über Kopf verliebt – eigentlich hätte Paulo Coelhos „Der Alchimist“ ein Musterexemplar eines spannenden Abenteuerromans werden können. Und doch ist dieses Buch weit davon entfernt, dem Leser vor Spannung den Atem stocken zu lassen Mein Lieblingsbuch – Kathrin mit „Der Alchimist“ von Paulo Coelho weiterlesen

Mein Lieblingsbuch – Philipp mit der Hexer-Saga von Andrzej Sapkowski

Da bin ich nun an der Reihe und überlege immer noch, welches mein Lieblingsbuch ist. Bücher sind neben Spielen mein Hauptinteresse. Eigentlich würde ich an dieser Stelle gerne erklären warum Bücher so etwas wunderbares sind, aber das würde den Rahmen sprengen, weswegen das mal in einen anderen Artikel gepackt wird. Verdammt schwere Sache, so eine vermeintlich kleine Entscheidung zu treffen. Zurzeit würde die Antwort wohl „A Song of Ice and Fire“ von George R.R. Martin lauten, aber so einfach wollte ich mir das nicht machen Mein Lieblingsbuch – Philipp mit der Hexer-Saga von Andrzej Sapkowski weiterlesen

Mein Lieblingsbuch: Timo mit Hardcore Zen

Brad war Hardcore- und Punkrock-Bassist wie auch Comic- und Japano-Freak, als er auf der Kent State Universität aus Neugierde einen Buddhistischen Zen-Kurs besuchte. Er war fasziniert von der Buddhistischen Lehre, brach im Rahmen seines Studiums nach Japan auf und nahm an Zen-Sitzungen teil. Um Geld zu verdienen, arbeitete er an Low-Budget Monsterfilmen wie Godzilla und der TV-Serie Ultraman mit Mein Lieblingsbuch: Timo mit Hardcore Zen weiterlesen

Mein Lieblingsbuch: Flo mit „The Corrections“ von Jonathan Franzen

Ich mochte „The Corrections“, weil es mir Angst gemacht hat. Weil ich in mir selbst das Potential entdeckt habe zu einem seiner Charaktere zu werden. Weil es unausweichlich scheint, dass es so kommt. Weil es eben um Charaktere geht, die so sind, wie Menschen zu sein scheinen. Wie zwangsläufig alle Menschen, irgendwie. Menschen, die man genauso hassen wie lieben muss. Die trotz ihrer kleinen Erfolge am Ende doch auf großartige Weise scheitern Mein Lieblingsbuch: Flo mit „The Corrections“ von Jonathan Franzen weiterlesen

Mein Lieblingsbuch – Leo mit „Ä“ von Max Goldt

Vorwort:

Liebe Leser,

mit diesem Artikel beginnt eine kleine Serie auf dem Dispositiv. Hierbei sollen wöchentlich Lieblingswerke aus einem bestimmten Medium präsentiert werden. Da solche Lieblinge immer subjektiv sind und etwas sehr persönliches für den jeweiligen Redakteur darstellen, werden sie in den folgenden Texten auch so behandelt. Erwartet also keine vermeintlich objektiven Rezensionen. Eher will die Redaktion versuchen ihre Begeisterung für bestimmte Werke verständlich zu machen und eventuell auch im einen oder anderen zu wecken. Den Anfang machen unsere Lieblingsbücher.

Viel Vergnügen,
Philipp

Beginnen wir also mit einem…

Ä

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Hackerbrause

Cover HackerbrauseSubkulturen definieren sich immer auch ein Stück weit über ihre Konsumgewohnheiten. Und so gehört auch zur Hackerkultur ein besonderes Getränk: „Club Mate“ hält wach, wenn noch bis früh in den Morgen Code geschrieben wird. Kathrin Ganz, Jens Ohlig und Sebastian Vollnhals haben jetzt ein Buch über den gelblichen Stoff aus dem mittelfränkischen Münchsteinach und andere Hackerbrausen geschrieben.

Viel interessantes Wissen und auch einige kurriose Anekdoten haben die drei dafür gesammelt. Wie die Brause von der kleinen Brauerei Loscher beinahe gegen deren Widerstand, denn der Besitzer hätte – typisch Franke – den InteressentInnen lieber sein Bier verkauft, dennoch nach Hamburg und Berlin kam, um dort den heutigen Kult zu starten, erzählt ein Interview mit dem damaligen „Importeur“ Freke Over, der das Getränk mit dem linken Getränkehandel KGB (Kohlen, Gips, Bier) erst dem Publikum der Berliner Hausbesetzerkneipen und später der restlichen Stadt und dem Umland schmackhaft gemacht hatte. „Hackerbrause“ weiterlesen

Bewusst provoziert, oder kein Sinn für Handlung?

Am 5. Oktober 2011 erschien der sechste Zamonien-Roman von Walter Moers. Der als „erfolgreichster deutscher Autor des letzten Jahrzehnts“ (zeit.de, FAZ) gelobte Autor kehrt mit seinem Roman „Das Labyrinth der Träumenden Bücher“ nach Buchhaim zurück und lässt den Protagonisten Hildegunst von Mythenmetz wieder durch die Straßen der Stadt, in der sich alles, wirklich alles, um Literatur dreht, wandeln. Doch das Buch spaltet die Leserschaft. 

Spulen wir elf Jahre zurück. Walter Moers, bekannter deutscher Zeichner veröffentlicht seine ersten beiden Romane. Es folgen in den nächsten elf Jahren drei weitere und nun, im Oktober 2011 der sechste. Schon seit Monaten war der Titel und damit auch das Thema des Romans bekannt: Das Labyrinth der Träumenden Bücher. „Bewusst provoziert, oder kein Sinn für Handlung?“ weiterlesen

Kürze mich!

Wir schreiben das Jahr 2000 und die Schriftstellerin Judith Wilske wird gemaßregelt: ihr Werk „Mein erstes Shopping-Buch“ wird von der Bundesprüfstelle für Schriften (BpjS) indiziert und somit vollständig vom deutschen Markt genommen. Zu Recht! Aussagen wie „Lehne gebastelte Geschenke ab!“ verderben schließlich die Jugend. Da das Buch zu großen Teilen solche und noch extremere Regeln propagiert und schon in der Einleitung behauptet, dass es für Kinder ab 3 Jahren gedacht sei, ist selbstverständlich nicht davon auszugehen, dass es sich um ein satyrisches Werk handelt.

Zum Glück hat der Staat den verderblichen Inhalt des Buches rechtzeitig bemerkt, ansonsten weiß niemand, was für Auswirkungen es auf unsere Gesellschaft gehabt hätte. Vielleicht sollte man Kindern auch einfach verbieten, das Lesen zu lernen. „Kürze mich!“ weiterlesen

Workers of the World of Warcraft, unite!

Buchcover der deutschen AusgabeIn den beliebtesten Online-Computerspielen werden täglich eine Menge Güter gehandelt. Waffen, Rüstungen, ganze Charaktere oder auch Hilfe bei den Quests – alles was das SpielerInnenherz begehrt ist gegen Geld zu bekommen. Einige der größten Wirtschaftsräume liegen bereits in virtuellen Welten und werden von Computerspielkonzernen kontrolliert – zumindest im aktuellen Roman des kanadischen Science-Fiction Autors Cory Doctorow „For the Win“, der jetzt in deutscher Übersetzung erschienen ist und dem diese Vorstellung als Grundlage für eine spannende Geschichte dient.

Den Schüler Wei-Dong aus Los Angeles, den Chinesen Matthew und das indische Slum-Mädchen Yasmin eint eine Sache: sie sind Goldfarmer, also Menschen, die gegen Geld Computer spielen und in den virtuellen Welten Items erstreiten oder Dienstleistungen anbieten. „Workers of the World of Warcraft, unite!“ weiterlesen

Privatsphäre als Auslaufmodell

Die Privatsphäre wird im Zeitalter des Internets ständig freiwillig und unfreiwillig abgebaut. Das ruft den Datenschutz als ihren Retter auf den Plan. Aber gibt es da überhaupt noch etwas zu retten? Und wenn ja: warum überhaupt? Christian Heller entlarvt in seinem Buch „Post-Privacy“ die Privatsphäre als bürgerliche Fantasie, um die es auch nicht schade sein wird, wenn wir sie einmal los sind.

Ideologie zeichnet sich oft dadurch aus, keine sein zu wollen. Und so klingt auch die große Datenschutz-Erzählung erst einmal wie das selbstverständlichste der Welt: um als Individuum frei in Tat und Meinung zu sein bedarf es den Rückzugsraum der Privatsphäre, in dem geschützt vor dem repressiven Blick der Öffentlichkeit, vor Staat und Wirtschaft, eine Persönlichkeit entwickelt werden kann. Der Datenschutz kann sich damit heute als Bewahrer der Freiheit in einer Welt von Feinden darstellen. Seit dem 11. September greift der Staat zunehmend in die Privatsphäre ein. Weitaus umfassender besorgen die großen Internet-Konzerne Google und Facebook die „Verdatung“ der Menschen. Was über einen Menschen noch unbekannt ist, können immer größere Serverfarmen aus den bereits vorhandenen Daten berechnen.

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Geld oder Echtleben

Der Plan war eigentlich als freie Autorin selbstbestimmt und unabhängig zu leben. Nach einem Bestseller sah eigentlich auch alles ganz gut aus. Doch dann kommt für Katja Kullmann alles ganz anders.

Mit ihrem 2002 erschienen Buch „Generation Ally“ landete Katja Kullmann einen Hit, der ihr auch gutes Geld einbrachte. Einige Jahre später muss sie Harz IV beantragen, obwohl sie eigentlich nichts falsch gemacht hatte. In ihrem neuen Buch „Echtleben“ beschreibt sie, wie es dazu kommen konnte und wie sie ihrer neuen Lage begegnete. Das Buch ist im Stil der Generationen-Bücher gehalten und so beschreibt Kullmann sich als Teil einer Generation der heute 30- bis 40-jährigen, die sich aufmachte das richtige Leben im Falschen zu finden und damit auch eine neue Art der Arbeit zu erschließen. Diese Leben sollte „frei“ sein, sich also nach den persönlichen Interessen ausrichten und auch emanzipiert und unabhängig gelebt werden können. Das damit verbundene Arbeitsideal war die Selbstständigkeit, am besten im kreativen Sektor. Und es klingt auch erst einmal sehr gut: Arbeiten für wen und wann man will und für das Zu-Papier-Bringen der eigenen Ideen bezahlt zu werden. Kein Chef, kein Herr, die eigenen Ideale durch nichts korrumpieren lassen. Und dabei auch ganz gut leben, Bio essen und hip sein. „Geld oder Echtleben“ weiterlesen