Do it Indie! #5 – Bastion

Stellt euch vor, ihr erwacht in einer digital gemalten Welt, die aus irgendeinem Grund zur Ruine verkommen ist. Ihr erhebt euch und bemerkt, dass hier etwas faul ist. Die Welt verformt sich sowie ihr euch bewegt und im Hintergrund hört ihr eine Stimme, die jeden eurer Schritte nacherzählt. Das ist Bastion!

Nach Amnesia – The Dark Descent widmen sich diesmal Michael und Bryan einem etwas unbeschwerteren Spiel. Bastion wurde von Supergiant Games entwickelt und von Warner Bros. Interactive am 20. Juli 2011 für Xbox Live Arcade und am 16. August 2011 für Windows veröffentlicht.

Wir haben es hier mit einem Action-Rollenspiel zu tun. Der Spieler wird ohne jeglichen Vorspann in das Spiel hineingeworfen und muss den Protagonisten, genannt „The Kid“, nun durch die in viele Splitter zerbrochene Welt führen. Die Wege eröffnen sich ihm sozusagen „on the fly“, Plattformen tauchen also vor ihm auf, wenn er sich in die richtige Richtung bewegt. Dabei findet er immer wieder neue Waffen, Heilstätten und Zufluchtspunkte. Ziel des Spiels ist schlichtweg, die Welt wieder in ihren Ursprungszustand zu bringen, so wie sie vor der sogenannten Calamity, einer schweren Katastrophe, war.

Ganz im Diablo-Stil weist Bastion einen Hack-and-Slay-Charakter auf. Die Kämpfe geschehen in Echtzeit. Der Spieler kann zwei Waffen bei sich tragen, außerdem steht ihm ein Zauberspruch zur Verfügung. Da man im Spiel oft neue Waffen findet (zu Beginn gleich den Hammer, ein Gewehr und einen Bogen), können die Waffenkonfigurationen aber nach jeder Reise geändert werden.

Besonders hervorzuheben sind bei Bastion aber der visuelle Stil und der Erzählstil. Das Spiel hat seinen einzigartigen Look dadurch bekommen, dass die Entwickler den Hintergrund und die Spielwelt selbst von Hand digital gemalt haben. Einzig die Spielfiguren wurden computeranimiert, weil die personellen Resourcen während der Entwicklung nicht ausreichend waren. Bemerkenswert am Erzählstil ist wie schon angesprochen die Hintergrundstimme, die aus dem Off alle Schritte von The Kid nacherzählt und auch kommentiert. Sogar in der deutschen Version wurde die englische Erzählstimme beibehalten, weil sich die Entwickler sehr viel Mühe mit dem Timing und der Qualität der Sprachausgabe gegeben hatten.

Auf Metacritic wurde Bastion mit 88 von 100 Punkten bewertet. Allgemein erhielt es durchweg positive Kritiken. Momentan ist Bastion für €13,99 bei Steam erhältlich.

So und jetzt Hammer auspacken und auf zum Video!

3 Gedanken zu “Do it Indie! #5 – Bastion

  1. @Bene
    Also ich habs mir jetzt nochmal angekuckt: Den Ton hab ich so gelegt, dass links der Kommentar und rechts der Spielsound ist. In Stereo hört man schön beides, nur in Mono hast halt verloren 😀

    -> Habs jetzt ausgetauscht, Jetzt ist der Kommentar besser zu hören!

  2. @Bene
    Danke dass du es geschrieben hast. Das war mein Fehler wofür ich mich unendlich entschuldigen muss. Bei der Soundabmischung ging einiges schief. Ich habe es gerade geändert und lade das neue Video jetzt gleich hoch, danke dass du darauf hingewiesen hast. Das der Erzähler des Spiels ein bisschen untergeht ist auf jeden Fall schade. Bei Amnesia haben wir es ja so gemacht dass wir weniger reden, aber dass hat auch nicht so gut funktioniert. Wir suchen da immer noch einen Mittelweg was durch unsere mangelnde Erfahrung natürlich erschwert wird.

  3. Man hört oft weder was ihr redet, noch was der Erzähler sagt, weil der Lautsträrkeunterschied zu gering ist und es einfach ineinander läuft. Schade eigentlich. Bei dem Spiel hätte man mal für mehrere Minuten still sein müssen um die Athmosphäre die durch den besonderen Kommentar im Spiel entsteht einzufangen. So wirkt es relativ chaotisch und läd nicht wirklich zum Anschauen ein.
    Das Spiel kann ich dagegen nur empfehlen. Wobei ich mit der Keyboard-Steuerung überhaupt nicht klar gekommen bin. Hab mir dann einen X-Box-Controller geleistet, mit dem es echt gut ist. (Das Keyboard hat nur 4 Richtungen, das Controllerpad 8. Das Spiel wurde ja auch erst für Xbox entwickelt)

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