Apple ist cool – Oder die unerträgliche Hippness der Biederkeit

Ha, fast wäre ich den Medien doch tatsächlich auf den Leim gegangen. Aber es war ja irgendwie abzusehen. Da   kommt Apple mit seiner nächsten Medienrevolution und schon spuckt die Hölle ein paar Journalisten aus, die versuchen mit nahezu unhaltbaren Gerüchten den Apfel faulig zu machen. Erst neulich das lächerliche Titelbild des Spiegels: „Der iKult. Wie Apple die Welt verführt.“ Da wird Steve Jobs als herrschsüchtiger Kontrollfreak und kaltblütiger Geschäftsmann inszeniert: „Steve Jobs bestimmt nicht mehr nur was wir kaufen – er will bestimmen wie wir leben.“ Das klingt ja fast nach einer totalitären Mediendystopie.

Und der gute Steve soll wohl dann der neue Hitler oder Stalin oder Mao oder am besten gleich alle zusammen sein, oder was? Nicht mit mir. Apple ist innovativ, hipp, künstlerisch und individuell. Nichts ist weiter von den Apfel-Produkten und der dahinter stehenden Firmenphilosophie entfernt als diese ganzen Anschuldigen. Und was musste ich schon im Ferbruar auf der Zeit-Website lesen? Da werfen die Apple doch glatt Zensur vor. Als nächstes kommt noch die digitale Bücherverbrennung oder was? Was soll das? Die Leute sollten sich doch lieber bedanken, dass endlich mal jemand Verantwortung übernimmt. Was soll aus unseren Kindern, die mit dem ganzen Schmuddelkram, den sie überall im Netz um die Ohren geworfen bekommen, aufwachsen denn mal werden? Die werden ja schon als Generation-Porno betitelt. Da gehen dann auch die moralischen Maßstäbe irgendwann flöten. Gut, dass Apple da durchgreift. Keine unnötigen Pimmel mehr, keine Sperma-Wale , keine zu unrecht mit dem Pulitzerpreis ausgezeichneten politischen Cartoons und auch sich küssende Männer gehören zum Glück der Vergangenheit an. Wer will sowas überhaupt noch sehen.

„Apple ist cool – Oder die unerträgliche Hippness der Biederkeit“ weiterlesen

The Collector vs Last House on the left – (K)eine Rezension

Ein erholsames Wochenende bei meinen Eltern versetzte mich in genau die richtige Stimmung mir gewalttätige Horrorfilme mit viel Blut an zu sehen. Ich entschied mich für zwei  Extreme, den 2009 erschienenen slasherfilm „The Collector“ und den heute kaum mehr bekannten Craven-Klassiker „The last house on the left“ aus den 70ern.  Man kann sagen, dass beide Filme bleibenden Eindruck hinterlassen haben.

Um das eine voraus zuschicken: Dies wird keine reine Rezension des neuen Horrorstreifens „The Collector. Das hat einen einfachen Grund – Ich hab den Film nicht fertig gesehen. Warum sei mal dahin gestellt…womöglich bin ich eine Pussy. Allerdings hat er mich, zumindest das wenige was ich von ihm gesehen habe, zum Nachdenken angeregt und ich würde meine Gedanken gerne artikulieren, was allerdings nicht geht ohne zumindest ansatzweise doch kurz über den Anstoß meiner Gedanken zu reden. Hier also mein , sehr kurzer, Eindruck von „The Collector“.

Mann ohne Gesicht....BUH! Das hier etwas nicht stimmt, merkt man gleich: Nicht einmal fünf Minuten werden dem Zuschauer gelassen, ehe der grausame Serienkiller sein erstes Opfer fordert.  Noch vielleicht zehn, zwanzig Minuten Verschnaufpause, die der Etablierung des Helden, ein Antiheld wie er im Buche steht, dienen und schon geht es ab wie Schmitz Katze.  Ein Haus voller tödlicher Fallen, ein unheimlicher Serienkiller, ein Held der mehr mit Glück denn mit Verstand überlebt und eine Anzahl von Opfern, die in bester Saw-Splattermanier gefoltert werden. The Collector hat eigentlich alles was sich ein Fan wünschen kann….ich bin keiner und erkenne seinen Wert dennoch an. „The Collector vs Last House on the left – (K)eine Rezension“ weiterlesen