Wie weit würdest du gehen, um deine Quelle zu schützen?

In Nichts als die Wahrheit  versucht eine Journalistin ihre Quelle um jeden Preis zu schützen. Dafür geht sie sogar ins Gefängnis.

Nichts als die Wahrheit ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2008. Rod Lurie, der auch das Drehbuch schrieb, Regie führte und den Film mitproduzierte, ließ sich von der Plame-Affäre zu seinem Film anregen. Im Umfeld des bevorstehenden Irak-Kriegs spielte die Plame-Affäre in Hinblick auf das Recht der Journalisten eine tragende Rolle. Die «New York Times»-Journalistin Judith Miller spricht mit dem damaligen Stabschef von Vizepräsident Cheney, Lewis Libby, über  US-Diplomat Joseph Wilsons Reise in den Niger. Hier soll Libby erstmals erzählt haben, dass Wilsons Ehefrau, Valerie Plame, für die CIA arbeitete. Als am 14. Juli ein Artikel veröffentlicht wird, wonach Wilsons Ehefrau eine CIA-Agentin ist, gerät der Stein ins Rollen. Daraufhin wirft Joseph Wilson dem US-Präsidialamt vor, die Identität seiner Ehefrau offen gelegt zu haben, um ihn wegen seines Artikels über den Irak zu diskreditieren. In den USA ist es gesetzlich verboten US-Geheimdienstagenten zu enttarnen. Deshalb  ermächtigt das US-Justizministerium die Bundespolizei FBI, eine Untersuchung einzuleiten, ob im Zusammenhang mit Novaks Artikel über Plame das gesetzliche Verbot missachtet wurde. Judith Miller saß fast drei Monate wegen der Weigerung ihre Quellen offen zu legen in Haft. Dann sagt sie vor der Grand Jury über die Gespräche mit Libby aus.

Rachel Armstrong (Kate Beckinsale) lässt sich weder vom Staatsanwalt Dubois (Matt Dillon) noch von den brutalen Insassinen abschrecken. Auch die Entfremdung von ihrem Sohn und ihr Mann halten sie nicht davon ab, ihre Quelle zu schützen und dafür im Gefängnis zu bleiben.
In seinem Plädoyer wirft der renommierten Anwalts Burnside (Alan Alda) entscheidene Fragen auf, die seine Mandantin dennoch nicht retten können: „Wie sollten wir dann erfahren, ob ein Präsident Verbrechen deckt, ob ein Armeeoffizier Folter angewandt hat? Wir werden nicht mehr fähig sein,  diejenigen, die an der Macht sind für das verantwortlich zu machen, was sie jenen antun, über die sie Macht haben.“

Wer vertraut einem Journalisten, wenn dieser nicht bereit ist, seine Quelle zu schützen? Und wie weit darf die Poltik gehen um Quellen zu enttarnen? Wie weit darf ein Journalist gehen? Muss ein Bundesagent enttart werden? Nichts als die Wahrheit wirft beim Zuschauer viele Fragen auf und regt zum Nachdenken an.

Die Plame-Affäre dient auch 2010 wieder einem US-amerikanische Regisseur als Filmvorlage. Doug Liman verfilmte die Affäre unter dem Titel Fair Game.

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Nichts als die Wahrheit (2008, Originaltitel Nothing but the Truth)

Regie: Rod Lurie

Darsteller: Kate Beckinsale, Matt Dillon, Vera Farmiga

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