Gebt mir Omar und ich kauf euer Remake.

Ob Karate Kid (gefühlt) 10.000, a nightmare on elmstreet oder die bald kommende millionste 3 Musketiere-Neuauflage, aus alt mach neu scheint das neue Motto der Hollywoodherrscher zu sein. Dabei stellt sich die Frage, ob neu tatsächlich immer besser ist. Vielleicht ist es an der Zeit, mal einen Blick zurückzuwerfen, um festzustellen: Genauso geil wird es nicht mehr. Vielleicht anders, aber sicher nicht besser und wahrscheinlich nicht einmal gut. Warum? Ganz einfach: Es gibt keine Omar Sharifs mehr auf dieser Welt. Zeit also mal darüber nachzudenken, was Männer wie ihn anders machte und warum kein Orlando Bloom dieser Welt das je toppen könnte. Und das sage ich, die den schönen Knaben sicher nicht von der Bettkante stoßen würde. Aber zurück zum Thema.

Als russischer Arzt und Dichter machte er Julie Christie zur Ikone. Als österreichischer Prinz brachte Catherine Deneuve sich für ihn um, und Barbara Streisand ließ sich in den 60ern sogar vor laufender Kamera von ihm vernaschen. Dabei kann die Besonderheit eines Omar Sharif sicher nicht nur an den stets tränenschimmernden, tiefen Schokoaugen fest gemacht werden (die hat Orlando Bloom auch). Dafür ist er inzwischen auch einfach zu alt und wirkt dennoch, wie seine jüngeren Filme, etwa „Monsieur Ibrahim und die Blume des Koran“, beweisen, noch immer mit der gleichen Intensität. Woran liegt’s? „Gebt mir Omar und ich kauf euer Remake.“ weiterlesen