KurzKritiken – The American, Shahada, Adèle

Kurze Rezensionen zu drei (mehr oder weniger) aktuellen Kinofilmen.

The American – Kartografie der Seele

Aus Klischees geboren erhebt sich der höchst unamerikanische „The American“ durch seine reduzierte Inszenierung und das zurückhaltende Spiel George Clooneys zu einem höchst ungewöhnlichen Thriller, bei dem die Spannung direkt aus dem Inneren der Figuren kommt und in den unheimlich schönen Bildern widerhallt. Anton Corbjins eigentliche Profession merkt man dem Film vor allem in den visuell überstilisierten Liebessequenzen zwischen dem Protagonisten Jack und seinem love interest, einer bildhübschen Hure, an. Der Frauenkörper wird so intensiv und versiert inszeniert, dass diese Szenen fast aus dem sonst so schnörkellosem ästhetischen Korsett auszubrechen drohen, und funktionieren am Ende doch als Teil der kartografischen Visualisierung der Emotionen. „KurzKritiken – The American, Shahada, Adèle“ weiterlesen