Die Ninjas sind zurück! Allen voran: Naruto Uzumaki. Die Storm-Abenteuer begeisterten schon oft als eine gelungene Fusion aus Anime-Kämpfen und Action-Adventure. Wie schon der Titel „Generations“ verspricht, sind zusätzlich zu bisher noch nie vorgekommenen Figuren auch Charaktere aus den Vorgängern spielbar.

Spielspaß:

Beginnend mit dem Story-Modus um weitere Charaktere freizuschalten, fällt einem hier eine Veränderung im Vergleich zu den Teilen 1 und 2 auf. Es stehen die Geschichten von verschiedenen Figuren zur Auswahl, die einzeln gespielt werden können und darüber hinaus weitere Stories freischalten. So wird nicht nur das Leben von Naruto Uzumaki abgehandelt, sondern auch das von manch anderen Ninjas der Shinobi-Welt, die nach und nach enthüllt werden. Dieser Modus bietet zu Beginn und Ende einer Geschichte eine Filmsequenz, die sowohl aus Szenen des Original-Anime besteht, sowie aus bisher unveröffentlichten Material. Naruto-Fans werden bei diesen Szenen voll auf ihre Kosten kommen. Allerdings ist die Freude darüber nur von kurzer Dauer, da man schnell erkennt, dass der Story-Modus sonst nicht sonderlich viel zu bieten hat. Man klickt sich im Prinzip nur stupide durch das Spiel, da ein permanenter Wechsel von einem Dialog zu einem nach simplen Vorgaben zu absolvierender Kampf vorliegt. Es liegt keine Möglichkeit vor sich durch eine Spielwelt zu bewegen oder zusätzliche Quests zu bearbeiten. Nicht einmal die riesigen Boss-Gegner, die das Naruto-Universum zu bieten hat, haben es in das neueste Werk der Serie geschafft. Im großen und ganzen ist der gesamte Modus, selbst wenn man die lästigen Wiederholungen, die in vielen unterschiedlichen Stories vorkommen, berücksichtigt schon in sehr kurzer Zeit durchspielbar.

Im VS-Modus sind neben den über 70 spielbaren Charakteren nur wenige Neuerungen zu verzeichnen. Erweiterungen sind die Endlos-Kämpfe und die Turnier-Modi, die etwas Abwechslung bringen und einen Zeitvertreib für mehr als zwei Spieler ermöglichen. Darüber hinaus wird mit dem verbesserten Werkzeug-Tool ein gewisses Maß an Individualität gewährleistet, da man erspielte und gekaufte Waffen oder Hilfsmittel, die im Duell verwendet werden können, nach Belieben einstellen und nutzen kann.

Davon abgesehen ist das Kampfsystem recht simpel gehalten. Die Steuerung ist bei jedem Charakter trotz unterschiedlicher Fähigkeiten und Jutsus immer identisch. Timing und Reaktion sind ausschlaggebend für die erfolgreiche Durchführung von effektiven Kombinationsangriffen. Des Weiteren kann man seine Hilfscharaktere selbst auswählen und somit sein individuelles Team zusammenstellen.

Die Sammelleidenschaft kommt auf jeden Fall nicht zu kurz. Neben Punkten, Mini-Filmen und Titeln kann man durch Nebeneffekte der Ninja-Bilder seine Charaktere aufwerten und dadurch die  Online-Kämpfe beeinflussen.

Inszenierung:

Wer nach einem innovativen Game und einer schön inszenierten Story verlangt, wird bei diesem Naruto-Spiel nicht auf seine Kosten kommen. Im Endeffekt haben die Entwickler versucht das Augenmerk auf die zahlreichen Nebenfiguren des Naruto-Universums zu lenken und den Duell-Modus auszubauen, um so den Zweispielerspaß zu optimieren. Wer aber viel Zeit mit den Kämpfen des direkten Vorläufers verbracht hat, wird sich vorerst nicht vollkommen mit einigen kleinen Unterschieden, wie der zusätzlichen Tastenbelegung für das Tausch-Jutsu, arrangieren können. Auch die unterschiedlichen Blickwinkel der Handlungsabläufe überzeugen den Spieler nicht wirklich.

Fazit:

Das dritte Spiel aus der Ultimate Ninja Storm Reihe bietet neben ein paar wenigen Ergänzungen und zusätzlichen Charakteren wenig lohnenswerte Verbesserungen. Nicht als ein komplett neues Game, sondern eher als eine Erweiterung zu den Vorgängern zu verstehen, liefert Ultimate Ninja Storm Generations einem ein unzufrieden stellendes Ergebnis nach Beendigung des Spielens. Für Neueinsteiger in dieser Reihe kein schlechtes Spiel, für Fans ist es aber leider neben ein paar wenigen kleinen Überraschungen eher enttäuschend.