Schöne Bilder und nichts dahinter

Am 09.09.10 ist Kinostart für Anand Tuckers „Verlobung auf Umwegen“ (Originaltitel: Leap Year) mit Amy Adams und Matthew Goode in den Hauptrollen und wieder werden mit der x-ten Liebeskomödie im Jahr 2010 wieder alle Klischees bedient.

Gängigen Theorien zu Folge muss man den Inhalt eines Films in einem Satz zusammenfassen können, andernfalls ist der zu kompliziert und wird beim Publikum mit großer Wahrscheinlichkeit nicht ankommen. Nun, im Fall von „Verlobung auf Umwegen“ könnte ich das in drei Worten schaffen und das ohne dabei ein Verb zu benutzen.

An dieser Stelle juckt es mich wirklich in den Fingern lieber über die Unfähigkeit der Leute zu schreiben, die die Filmtitel ins Deutsche übersetzen, anstatt über den Film selbst. „Leap Year“ heißt wörtlich übersetzt nicht mehr und nicht weniger als „Schaltjahr“. Das ist zwar jetzt an sich auch kein Titel, der einen nur des Titels wegen sechs Euro für die Karte ausgeben lässt, aber immerhin wäre hier nicht der Name gleich der Inhaltsangabe. Der Inhalt des Films ist nämlich – und jetzt haltet euch bitte fest, eine komplizierte Verlobung. Jetzt war eines der drei Worte auch noch ein Artikel. Phänomenal. „Schöne Bilder und nichts dahinter“ weiterlesen