Transformers: Fall of Cybertron

Das Überleben der Stärkeren!

Man befindet sich auf Cybertron und erlebt die letzten Tage des untergehenden Planeten mit. Der Krieg zwischen den Transformers hat apokalyptische Dimensionen erreicht und fordert jedem Mitstreiter alles ab. Die Autobots kämpfen gegen die Decepticons, um die letzten verfügbaren Energon-Vorräte. Ihr Ziel ist es, ihre Heimat mit einer „Arche“ zu verlassen und so ihr Volk zu retten. Ihre Feinde wollen das aber nicht zulassen. Zu entdecken gibt es neben den gewaltigen Umgebungen von Cybertron und den individuellen Fähigkeiten der Transformers auch eine Vielzahl an grandiosen Schlachten.

Gut gegen Böse hoch zehn

Der Handlung im Spiel geht eine jahrelange Geschichte des Bürgerkriegs auf Cybertron voraus und das macht sich auch bemerkbar. Zerstörung, Schlachtfelder und Kriegsmaschinerien trifft man immer wieder auf seinem Weg. Den endgültigen Exodus des Planeten kann man sogar nicht nur mit den Augen der guten Seite sehen. Das gesamte Spiel hindurch wird der gespielte Charakter mit dem jeweiligen Story-Abschnitt getauscht. Während man sich auf der einen Mission als Optimus Prime gegen Decepticons behaupten muss, wird man im weiteren Verlauf des Spiels als Megatron auf die Autobots losgelassen. Doch die Anführer der Truppen sind noch längst nicht alle spielbaren Figuren. Die klug platzierten Wechsel bringen die Story besser hervor und sorgen für einen abwechslungsreichen Spielfluss. Auf die Spitze getrieben wird die parallele Zugehörigkeit im finalen Kapitel. Hier findet man sich unter anderem in einem Szenario wieder, in dem man mehrere kurz aufeinanderfolgende Charaktersprünge innerhalb einer einzigen Schlacht mitmacht. Man kämpft sich also mit einem Transformer im einen Moment in ein Gebiet vor und muss Sekunden später exakt denselben als Feind erkennen und ausschalten. Ein Showdown der besonderen Art ergibt sich im Endkampf, bei dem man selbst entscheiden kann, ob man als Optimus Prime oder Megatron antreten will. Leider kann die gelungene Inszenierung nicht immer vom stark linearen Spielverlauf ablenken, der einem nicht sonderlich viele Freiheiten lässt.

Transformer mit Vollausstattung

Alle Charaktere haben die transformierte Fahrzeug-Form gemeinsam, die gewählt wird, wenn eine längere Strecke zurückgelegt werden muss. Neben Truck, Panzer und Jetflugzeug bekommt man die Möglichkeit, eine Vielzahl von weiteren Transportmitteln zu nutzen, um sein Ziel zu erreichen. Außerdem bietet diese Erscheinung ein besseres Schutzschild und alternative Angriffswaffen. Bei den verschiedenen Missionen stehen einem noch dazu die unterschiedlichsten Transformers-Fähigkeiten zur Verfügung. Jazz schleudert seinen Haken blitzschnell, um Orte zu erreichen, die für andere unerreichbar sind, Cliffjumper kann in seinem Tarnmodus unentdeckt infiltrieren und angreifen und Megatron ist in der Lage, in seinen Schwebezustand zu wechseln und so von oben herab zu attackieren. Mit nahezu jeder Mission kann man sich also mit einer weiteren Charaktereigenschaft vertraut machen. Waffen und andere Items für Angriff und Verteidigung kann man immer wieder in den Gebieten, in denen man sich bewegt, finden. Im sogenannten Teheran ist man in der Lage, Standard- und schwere Geschützwaffen individuell auszurüsten und nach Belieben upzugraden und so zu optimieren. Außerdem können zusätzliche Effekte gekauft werden, die über die gesamte Kampagne hinweg aktiv sind. Das Spiel bietet zwar eine überschaubare, aber durchaus ausreichende und gut kombinierbare Auswahl an Schusswaffen, da man jederzeit zwei Stück mit sich führen und an jedem Teheran austauschen kann. Durch das Interface hat man neben Gesundheits- und Schildanzeige auch stets die Munition und Hilfsmittel im Blick.

Komplett neue Maßstäbe

Wer im Hinterkopf hat, dass Transformers ohnehin schon übergroße Roboter sind, wird beim Spielen die ein oder andere Überraschung erleben. Die Combaticons vereinen sich in guter alter Power Ranger-Manier zu dem zerstörerischen Riesen Bruticus und können sich so jeden Weg frei räumen. Ähnlich dazu ist der Wütende Dino-Modus von Grimlock, einem umgebauten Autobot, der sich für begrenzte Zeit in einen feuerspuckenden T-Rex transformieren kann. Was dem ganzen aber die Krone aufsetzt, ist der von Optimus in der Schlacht erweckte Metroplex. Ein Autobot, der unter den Straßen und Gebäuden der Stadt Iacon schlummerte und zu den alten Titanen von Cybertron gehört. Normale Transformers haben, was im Nachspann des Games gut verdeutlicht wird, im Vergleich zu diesem Giganten nur Puppengröße. Seine beeindruckende Erscheinung bringt aber nicht nur eine neu definierte Größendimension mit sich, sondern auch einige sehr nützliche Aspekte. Verbunden mit Optimus kann man Metroplex’ Artilleriegeschoss nutzen, um mehrere Gegner auf einmal oder feindliche Plasmakanonen auszulöschen.

Fazit

Was man sich bei vielen Spielen wünscht, die auf einem Gut-gegen-Böse-Schema basieren, ist, dass man die Geschichte aus den Blickwinkeln von beiden Seiten erfährt. Genau das macht Transformers: Fall of Cybertron möglich, indem man sich nicht nur auf die Autobots beschränken muss, sondern im Laufe der Handlung auch den Spieß umdrehen und die Antagonistenrolle einnehmen kann. Ein nennenswertes Extra sind die Online-Möglichkeiten, die einem nicht nur das Spielen mit Freunden im Multiplayer, sondern auch das Erstellen eines eigenen Transformers ermöglichen. Mit dem Nachfolger von Transformers: War for Cybertron haben die High Moon Studios und Activision einen krachenden Transformers-Volltreffer gelandet.

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