Serienkiller: Archer

In der Hoffnung mal ein paar mehr Serien an den Mann zu bringen, und unseren Lesern zu zeigen, wo es wirklich was zu sehen gibt: Der Serienkiller. Eine kleine Horizonterweiterung für Menschen, die den Tag tatsächlich etwas besseres zu tun haben als nur Serien zu schauen. Dabei achten wir nicht darauf, ob es mehr eine Show ist, als eine Serie, ob sie bekannt oder unbekannt ist, oder ob sie uns gefällt oder nicht.
Um gleich mal eine unbekannte Serie zu nennen, von der ich nicht verstehe, dass sie irgendjemanden gefällt, schwafel ich ein wenig über Archer. Doppelpunkt:

Ich verstehe wirklich nicht, was Menschen an Serien wie Archer finden, dass sie sogar eine vierte Staffel bekommen. Vielen Größeren wurde nicht mal eine dritte gegönnt. Eine Serie über Agenten, die sogar von Agentenparodien in Sachen Plot und dramatic surprises wie Chuck übertroffen wird, mit Charakteren, die stereotypischer nicht sein könnten und mehr Obszönitäten, als im kompletten unzensierten MTV-Nachmittagsprogramm. Das ganze mit so wenig Budget produziert, dass die immer gleichen Comicmännchen kein Gesichtsausdruck beigebracht werden kann, der nicht mit Augen und Mund alleine gemacht wird.

Lasst es mich kurz erklären. Sterling Archer ist Agent bei ISIS, dem International Secret Intelligence Service. Eine unabhängige Organisation, die unter der Leitung seiner eigenen Mutter, Malory Archer, steht. Natürlich sind sie beide hoffnungslose Alkoholiker und hassen sich. Außerdem sind sie kurzsichtig, gierig, egozentrisch, rassistisch und vereinen auch sonst alle Vorurteile, die man von jedem Feindbild hat in sich. Ergänzt werden sie durch das ganz ISIS-Team. Jeder einzelne von ihnen ist amoralisch und widerlich. Sogar Lana, Archers Exfreundin, als einziger liberaler und anständiger Charakter der Sendung, der kein offensichtliches psychisches Problem hat, zeigt immer wieder eine flexible Gesinnung.
Was ihnen passiert, ist vorhersehbar. Sogar für die Beteiligten selber. Ihre Missionen sind selten raffiniert und alles was bedient wird, sind Klischees. Massig.

Wie man jetzt Leser zu so einer Serie überreden soll, wüsste ich gar nicht. Ich finde keine Argumente. Vielleicht muss man lernen den Würgereflex zu unterdrücken, den man hat, wenn man einfach Müll schlucken muss. Vielleicht ist es auch nur etwas was so gar nicht meinen Geschmack trifft. Ich kanns nicht sagen.Vor allem kann ich euch nicht sagen, wieso ich trotzdem jede einzelne Folge verschlungen habe.

2 Gedanken zu “Serienkiller: Archer

  1. Ja toll, und wenn ich sage „der autor ist minderbemittelt, ich verstehe nicht wie man freiwillig in seiner nähe sein kann“ dann ist das genauso konstruktiv und intelligent wie dieser beitrag. glückwunsch.

  2. Welche Serie soll denn deiner Meinung nach kein Müll sein? Deine aufgeführten Aspekte welche die Serie negativ kritisieren passen auch auf die Meisten anderen Serien, die teilweise mehr als 10 Staffeln produzierten.

    Ich denke du hast diese Serie einfach nicht verstanden.

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