Retro: Konsole ausgepackt und zurück auf dem Bildschirm

Bereits zum zweiten Mal lud die Angewandte Medienwissenschaft zum Spielabend; diesmal unter dem Motto „Retro“. Dabei zog es vorangig die jungen Spielliebhaber am letzten Vorlesungsmontag vor den Ferien an den Geschwister-Scholl-Platz.

So kurz vor Weihnachten einen Spieleabend veranstalten – kommt da jemand, bei dem Wetter und dem üblichen Weihnachtsstress? Ja. Denn die eingefleischten Spieler lassen sich von solchen Nebensächlichkeiten wohl kaum abhalten. Pünktlich um 18 Uhr standen die ersten Fans auf der Matte und ließen sich auch nicht lange bitten. Einer, der es kaum erwarten konnte seinen Gegnern zu zeigen, wo es lang geht, ist Martin Hagler.

Martin, der zu seinem 6. Geburtstag eine „Super Nintendo“ geschenkt bekommen hatte, bezeichnet sich selber als Super-Nintendo-Profi und verteidigt seine Siegerstellung eisern. Einmal musste jedoch auch er kurzfristig das Krönchen abgeben, an den wohl ehrgeizigsten Spieler vor Ort:  Professor Jochen Koubek. Doch auch er kam nicht wirklich gegen den jungen Spielfanatiker an. Martin reizt an den Computerspielen die neue Welt, in die er sich hineinversetzen kann.

Und tatsächlich probiert er sich an den verschiedenen Konsolen begeistert aus. Unter anderem konnte am Spieleabend an verschiedenen Stationen „Pong“ gespielt werden, „Frogger“ auf dem M.A.M.E.-Cab oder auch „Odama“ auf dem GameCube. Letzteres sorgte für besonders viel Begeisterung, da bei diesem Spiel einer der beiden Spieler Befehle in ein Mikrofon sprechen musste. Und so lautete es eine ganze Weile lang:  „Sammeln“.

Zudem lagen neben den jeweiligen Konsolen diverse Spiele aus, die von den Studierenden variabel ausgetauscht werden konnten. Gespielt werden konnte also fast alles, was das Spielerherz begehrt.  „Ich finde es gut, dass ich hier verschiedene Konsolen ausprobieren kann. Außerdem mag ich das Retro-Feeling, das hier rüber kommt. Es erinnert mich an gemeinsame Spielabende, die ich mit meinen Freunden hatte“, sagt Valerian Geiger, Erstsemester des Studienganges „Theater und Medien“.

Eine, die auf jeden Fall auch beim nächsten Abend dabei sein möchte ist Steffi Knodel. In ihrer Freizeit spielt sie GameCube und N 64. Ihr Lieblingsspiel ist „Zelda“. An dem Spielabend in der Medienwissenschaft schätzt sie vor allem das Gemeinschaftsgefühl, das beim Spielen entsteht.

Der nächste Abend ist im Januar 2011 geplant, dieses Mal mit dem Thema »Musikspiele«.

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