McPixel – Savin‘ the day the McPixel way

Ein Pot rauchender Alien, ein Hotdog, eine Bombe und nur ein Mann, der die Situation entschärfen kann: McPixel. Im geschmeidigen Outfit streift er durch die Welt (und das Universum) und rettet unschuldige Menschen und Tiere, naja zumindest meistens. Einmal explodiert die Erde, aber streng genommen war das nicht seine Schuld.

McPixel

McPixel ist Chaos. Man wird in eine Spielwelt geworfen und ohne Ahnung von Steuerung und Zielen klickt man sich verzweifelt durch die Menüs bis man endlich im ersten Level startet, einzig um dort den Hotdogverkäufer in den Schritt zu kicken, mehrmals. Achja und nach 20 Sekunden geht die Bombe hoch, logisch. Sosowsky greift sich das Point’n’click Genre, verunstaltet es auf unmenschliche Art und Weiße und spuckt es mit so viel Charme wieder aus, dass niemand dem Herren in rot wiederstehen kann. Während Logik und Verstand eine Teeparty in Moskau auf einem Einhorn haben, versucht man verzweifelt die cleveren Rätsel in McPixel zu knacken, bevor man alle Möglichkeiten durchgeklickt hat. Innerhalb der Spielwelt wird der Spieler dann gepackt von der einzigartigen Denkweise Sosowskys und findet es fast schon selbstverständlich, dass die Banane in die Mülltonne muss, damit der Obdachlose hinterher springt und mit seinem Körper die Explosion verhindert.

In jedem der über hundert Level hat McPixel 20 Sekunden lang Zeit die Welt zu retten, ansonsten geht die Bombe hoch. Um das zu erreichen, muss der Spieler im guten alten Adventurestil Gegenstände miteinander verbinden und mit NPCs interagieren. Das das nicht immer aufgeht, merkt man schon relativ früh, McPixel ist nicht der schnellste Denker und hat seine eigenen Ideen, was das Kombinieren von Gegenständen angeht und meistens ist alles durchzuprobieren die einzig richtige Herangehensweise.

Dennoch muss man den kleinen MacGyver einfach lieben. Jede Animation lässt das Nerdherz aufspringen und der Grafikstil unterstreicht den Humor perfekt, simpel und doch passend. Jede Szene ist gepackt mit Videospiel-Insidern, Anspielungen auf Serien, Filme und Musik. Gepaart wird das Ganze mit einem obszönen, ironischen, sadistischen, blasphemischen Humor und einem auf der Schwelle zwischen nervig und fantastisch stehenden Soundtrack. Für einen kleinen Preis bekommt man ein Spiel, das mit Herz gemacht wurde. Es ist clever, lustig, scharmant und perfekt für zwischendurch.

Erhältlich für PC, Mac Os X, iOS, Linux, Android, Blackberry und natürlich dem Commodore 64 auf http://mcpixel.net/ oder dem Appstore.

Heute ist McPixel sogar kostenlos zu erhalten. Der Entwickler hat sein Spiel in Zusammenarbeit mit „The Pirate Bay“ als Torrent veröffentlicht. Gefällt einem das Spiel, kann man einen selbstgewählten Betrag dafür ausgeben. Oder auch nichts. Dann kann man wenigstens für die Veröffentlichung bei Steam stimmen [Anmerkung Philipp]

2 Gedanken zu “McPixel – Savin‘ the day the McPixel way

  1. Die Alt-Nachricht beim McPixel Bild ist „Fleischsalat“. Jemand schuldet mit einen Artikel, gewidmet meinem Leben und Sterben.

  2. Habe es inzwischen auch mal durchgespielt und geb jetzt mal kurz meinen Senf dazu. Der Humor hat mir am Besten gefallen, aber einige Entscheidungen fand ich dann nicht ganz so gut. Wie zum Beispiel, dass man erst alle Gags sehen muss (heißt alle möglichen Kombinationen von den Gegenständen in den Levels ausprobieren), damit man auch in die Bonus-Level kann. Das hat daran den Witz kaputt gemacht. Und gefühlsmäßig haben sich die letzten Level noch mehr als der Rest des Spiels in die „What the Fuck“-Richtung verbogen, so dass es wirklich nur noch stumpfes Durchprobieren war.
    Also, sehr schöne Point´n´Click-Parodie für zwischendurch, die ,denke ich, vor allem auf dem Smartphone gut kommt. Was anderes sollte man nicht erwarten, aber das ist ja auch schon mal was. Den Entwickler man mal im Auge behalten.

Kommentar verfassen