L wie League of Legends

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Das MOBA-Genre hat in den letzten zwei Jahren stark an Beliebtheit gewonnen. Mit League of Legends an der Spitze hat Riot Games aus Los Angeles wohl den größten Durchbruch, den man als Spieleentwickler überhaupt erreichen kann, geschafft. Aber was macht dieses MOBA denn so erfolgreich und was ist das eigentlich? Beim MOBA (kurz für Multiplayer online battle arena) treten zwei Teams mit je 3 oder 5 Spielern (je nach Spielmodus) gegeneinander an und versuchen die gegnerische Basis zu zerstören, einfach ausgedrückt.  Den Anfang machte Aoen of Strife, ein Mod für Star Craft 1.  Aus diesem Spielmodus entwickelte sich schließlich die Warcraft III Mod Dota (Defense of the ancients), welche als „Urvater“ für alle Mobaspiele gilt. 2009 entwickelten Valve und Riot Games zwei unabhängige Spiele voneinander, Dota 2  und League of Legends. Im Gegensatz zu anderen Echtzeitstrategiespielen verzichtet man auf das Ausbauen einer Basis und die Verwaltung von Ressourcen. Oder in Nerdsprache ausgedrückt: Das Makromanagement wurde komplett entfernt und der Fokus auf Micromanagment gelegt. Man steuert nicht mehrere Einheiten, sondern nur noch einen einzigen Helden oder Champion. Grundsätzlich gibt es auf jeder Map, unabhängig vom Spiel, drei Wege (die sogenannten lanes), welche zur gegnerischen Basis führen. Um die gegnerische Basis zu zerstören, werden in unregelmäßigen Abständen neutrale Einheiten gespawned, die einem zur Unterstützung dienen. Diese braucht man auch, um die gegnerischen Verteidigungsanlagen überwinden zu können und das Spiel zu gewinnen. Hier beide Karten der Spiele im Vergleich (oben: Dota2, unten League of Legends).

Aber jetzt Schluss mit den Erklärungen und dem Fachgesimpel. Das eigentliche Spielprinzip ist grundsätzlich das Gleiche, aber es gibt viele kleine Unterschiede, was letzten Endes dazu führt, dass sich Fans der Spiele gegenseitig hassen. Nun aber zurück zu dem Spiel mit dem Buchstaben „L“. Woher kommt denn der Hype und der Spielspass überhaupt? Ich würde behaupten, die unendlichen Anzahl an Teamkombinationen macht jedes Spiel einzigartig. Jedes Spiel, dass man spielt, ist anders als das vorherige. Der Langzeitspielspaß ist dementsprechend groß. Ein weiterer Grund, warum League of Legends so erfolgreich ist, ist sein faires FreeToPlay-Verkaufsmodell. Es dauert zwar seine Zeit, bis man alle Charaktere freigeschalten hat (hat bei mir ca. drei Jahre gedauert :D), aber theoretisch ist es möglich, keinen Cent in dieses Spiel zu investieren und trotzdem alle Inhalte zu erhalten. Mit der Ingamewährung, den sogenannten Riot Points, ist es möglich, kosmetische Inhalte für die einzelnen Charaktere zu kaufen, welche lediglich das Aussehen verändern. Diese Skins kosten im Durchschnitt 975 Riot Points, was umgerechnet 5€ entspricht.

Interessantes Gameplay? Check! Ansehnliche Grafik? Check! Faires Verkaufsmodell? Check! Wäre da nur nicht die Sache mit der Community. 🙁

Auch wenn das Spiel spitze ist, hat League of Legends leider wohl die b****senste Community, die auf diesem Erdball existiert. Je größer und erfolgreicher ein Spiel wird, desto mehr Idioten spielen dieses Spiel leider auch und so passiert es schon mal in unregelmäßigen Abständen, dass einem Krebs gewünscht wird(ist mir tatsächlich schon passiert, kein Kommentar…). Außerdem haben statistisch gesehen 12% aller League of Legends-Spieler mit meiner Mutter Geschlechtsverkehr gehabt. Bei 32 Millionen aktiven Spielern im Monat ist die Wahrscheinlich ja recht groß, dass ich noch ein Schwesterchen bekomme 🙂 . Warum dann überhaupt spielen, wenn die Community so ätzend ist? Weil das Spiel einfach geil ist und man auch mit Freunden spielen kann. So entgeht man leicht dem digitalen Shitstorm.

Ich möchte in diesem Artikel auch nicht weiter auf das Gameplay eingehen, da sich jeder Charakter anders spielt und dadurch für jeden Spieler das Spielerlebnis anders verläuft. Falls ihr euch für fortgeschrittene Taktiken und Strategien interessiert oder euch für andere Spiele der Art interessiert (z.B. HoN, Smite, Guardians of middle-earth, Strife oder das neue Werk von Blizzard Heroes of the storm), dann schaut doch auf unserem Youtube Kanal von Level UB vorbei, denn dort wird in naher Zukunft ein separater Beitrag über das Moba-Genre erscheinen 🙂

Viel Spass beim Zocken,

euer Colin

3 Gedanken zu “L wie League of Legends

  1. Mein Kleiner und seine Kumpels suchten das Spiel total. Ich habe es zwar installiert und mir nen Account geholt, aber noch nie gespielt.
    Vielleicht schaffe ich ja irgendwann.
    Klasse Artikel.

  2. Nachdem ich schon lange Zeit auf der Suche nach ein paar LoL-Spielern der Uni-BT bin und sich hier wohl die Plattform bietet: Ingame: Floriii ; bei Interesse einfach adden

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