Gamescom 2014: Tag 2 – Zwei Welten

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Termine sind das A und O

Tag zwei auf der Kölnmesse: Ich sitze gerade im Pressezentrum und beginne diesen Blog zu schreiben. Ich bin erschöpft, nicht ganz zufrieden, aber glücklich. Man sagt ja „die Hoffnung stirbt zuletzt“. Dieses mal starb sie bereits am zweiten Tag. Aber es war kein schlechter Tod, denn aus dem Tod der Hoffnung entstand die Erkenntnis der Tatsache: Es gibt doch noch Messe auf der Messe. Was habe ich gelernt: Es hängt alles von Terminen ab. Hat man Termine hat man Messe, hat man keine Termine hat man einen Clusterfuck aus Schlangen, Schweiß und Stress. Mittlerweile ist es sogar so weit, dass es Schlangen für die Schlangen gibt…

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Die andere Seite der Medallie ist die der Stände in den Pressebereichen. Hast du keinen Termin, kommst du nicht rein. So einfach ist das. Wenn du aber drin bist, gibt es alle Annehmlichkeiten, die man sich nur Vorstellen kann und die neuesten Informationen zu den Games noch oben drauf.

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Hat man diese Annehmlichkeiten einmal kennen gelernt, will man nicht mehr ohne. Einerseits die überfüllten Messehallen, andererseits Buisnessbereiche mit einer noblen Atmosphäre, die man als Student nur äußerst selten zu spüren bekommt. Es gibt also noch Messe auf der Messe. Sogar auf sehr hohem Niveau. Aber: Ist das der Sinn? Sicher nicht und ich stehe zu meiner Aussage von gestern: Es sollte nicht nötig sein, für alles (inklusive den interessanten Präsentationen) Termine ausmachen zu müssen, wenn man als Fachbesucher bzw. Journalist auf die Messe geht. Der Presse- bzw. Fachbesucherausweis ist gewisser Weise nur die Eintrittskarte zur Möglichkeit die echte Eintrittskarte zu bekommen. Man hatte mir das zwar davor gesagt, aber ich dachte nicht, dass es so stark ausgeprägt ist.

Aber, was habe ich den ganzen Tag auf der Messe getrieben?

Donnerstag, 14.08.2014 – 6:20 Düsseldorf, Germany
Heute brauche ich meinen digitalen Haushahn nicht. Ich erwache von der stickigen Hotelluft, die meine Lunge füllt. Die Erschöpfung vom Mittwoch ist teilweise noch spürbar, aber ich bekomme direkt einen Schwall von Motivation und neuer Energie. Ich mache mich – eindeutig zu gestresst – auf den Weg zum Bahnhof. Der Zug hat fünf Minuten Verspätung und ist voll. Also richtig voll. So voll, dass ich nicht einmal ein Bild von seiner Vollheit machen kann. Aber hey, da muss man durch.

An der Messe angekommen schaffe ich es gerade noch rechtzeitig zu meinem Termin mit den Entwicklern von Firefly-Productions. Paul und Nick geben mir ein ausführliches und aufschlussreiches Interview zu ihrem neuen Titel Stronghold Crusader 2. Mir hat das Spiel gut gefallen, ein ganzer Artikel mit ungeschnittenem Interview folgt in Kürze.

Danach mache ich meine obligatorische Expedition zum Subway und treffe mich mit einigen alten Freunden. Die Zeit vergeht wie im Flug und schon wird es Zeit für meinen nächsten Termin – oder Serie an Terminen. Bei 2k Games kann ich Einblicke in Civilisation: Beyond Earth, Borderlands: The Pre-Sequel und Evolve bekommen, sowie ein weiteres sehr interessantes Interview mit dem Lead Game Designer Will Miller führen. Leider gehen mir mitten imnbesagtem Interview die Batterien in meines Audiorekorders aus, was ich auch erst nach drei Minuten später merke. Deswegen ist ein Teil des Interviews leider verloren gegangen. (Das ist übrigens auch der Grund, warum ich nicht ganz zufrieden bin). Dennoch wird der Rest als Audionmitschnitt im Laufe der nächsten Woche hier zu finden sein.

Dann schlendere ich mit den Kollegen von Level UB noch etwas durch die Buisness-Area und komme schließlich im Presse-Zentrum an. Dort beginne ich diesen Artikel zu schreiben, welchen ich jetzt um 1:21 in meinem Hotelzimmer vollende.

Fazit: Ein super Messetag, der nur durch meine eigene Dummheit etwas getrübt wurde. Mein Programm hab ich durch. Morgen werde ich mich noch einigen Indie-Titeln und dem E-Sport widmen. Aber denkt daran: Ohne Termine sieht man nur eine von zwei Welten.

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