Fünf Spiele für den Preis von keinem? Das Humble Bundle V

Und wieder einmal ist es soweit: Die Jungs von Humble Bundle haben gestern, am 31. Mai, das Humble Bundle V veröffentlicht.
Wenn ihr euch jetzt fragt, wo die anderen vier Bundles waren oder was Humble Bundle überhaupt ist, dann habt ihr eines der erfrischendsten Bezahlsysteme der letzten Zeit schlichtweg verschlafen.

Die Zauberwörter lauten hier nämlich „pay what you want“, also zahle so viel wie du willst. Das wird für den traditionellen Spieler etwas verstörend und unglaubwürdig klingen, da bis jetzt die Erweiterung der geliebten Spielesammlung regelmäßig 50-60 Euro forderte. In den Zeiten der Independent Games ist dieser Betrag glücklicherweise schon auf rund fünf bis 15 Euro geschrumpft, summiert auf fünf Spiele muss man dann aber doch wieder ca. 50 Euro locker machen.

Das Humble Bundle bietet euch an diesem Punkt die Möglichkeit, weniger als 50 Euro für fünf ausgewählte Indiegames zu zahlen. Den Preis, der euch diese Spiele wert sind, dürft ihr selbst bestimmen. Zahlt den Entwicklern 100 Dollar wenn ihr sie unterstützen wollt, oder zahlt einen Dollar wenn ihr besonders gemein seid. Zusätzlich dazu könnt ihr auch noch Geld für wohltätige Zwecke spenden (Childs‘ Play und EFF) und den Leuten von Humble Bundle auch ihren verdienten Lohn zukommen lassen. Die Aufteilung eures Geldes könnt ihr praktischerweise über Schieberegler festlegen.

Doch nun kommen wir zum Wichtigsten, nämlich zu den Spielen:

Enthalten sind Amnesia, Psychonauts, Limbo, Superbrothers und wenn ihr mehr als der Durchschnitt bezahlt auch noch Bastion. Alles andere als schlechte oder unbekannte Spiele. Amnesia, Limbo und Bastion haben sogar schon eigene Folgen Do it Indie gewidmet bekommen, unserem eigenen Indiegame-Format. Aber auch Psychonauts von Monkey Island (Mit-)Erfinder Tim Schafer und Superbrothers: Sword & Sworcery, welches eine Metacritic von 85 genießt, versprechen hochqualitativen Spielspaß. Zusätzlich zu den Spielen bekommt ihr auch noch den Soundtrack dazu und es kommt auch nicht selten vor, dass kurz vor Ende der Aktion noch ein oder mehrere Spiele nachgeschoben werden.

Alle die jetzt immer noch weiterlesen und nicht schon längst auf humblebundle.com geklickt haben, sollten das jetzt schnellstmöglich nachholen. Die Aktion geht nur noch bis zum 14. Juni, anschließend heißt es wieder warten auf das Humble Bundle VI. Die „Zahle so viel du willst“-Methode funktioniert. Zu dem Zeitpunkt an dem ich diese Zeilen schreibe, wurde schon längst die magische eine Millionen Dollar Marke geknackt. Somit gibt es den Spielern mit wenig Budget die Möglichkeit, ihre Spielesammlung zu erweitern und es ist trotzdem gewährleistet, dass die Entwickler den verdienten Lohn für ihre Arbeit erhalten. Eine Methode, die sich die großen Publisher wie Blizzard abschauen könnten?

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