Endstation „Bachelor of Arts“

Der Bachelorstudiengang „Theater & Medien“ wird in Bayreuth in Kombination mit einem Nebenfach angeboten, so dass man als Student jenes Studienganges gleich in drei unterschiedliche Gebiete schnuppern kann. Das kann von Vorteil sein aber auch zum Nachteil werden, denn immerhin kann ein breites Spektrum auch verunsichern. Nicht selten bleibt nach dem Studium die Frage offen: Wie geht es jetzt weiter? Bei der Entscheidungsfindung kann auch der  Blick zu den Alumni helfen.

Nina Röder hat 2006 ihren Bachelor of Arts an der Universität Bayreuth erlangt. Im Moment bekommt sie das Graduiertenstipendium der Bauhaus-Universität Weimar und des Freistaates Thüringen. Gebunden ist das Stipendium an die Umsetzung eines vorgeschlagenen künstlerischen Projektes. Im Moment arbeitet sie aufgrund des Stipendiums fast ausschließlich künstlerisch.  Ab und Zu fotografiert Nina Röder für die Fakultät Medien der Bauhaus Uni oder bekommt von ihrem Fotodozenten Aufträge weitergeleitet. „Endstation „Bachelor of Arts““ weiterlesen

Eine Anleitung zum Überleben

Ein sehr langes Semester ist vorüber und mit drei, zum Glück gut verlaufenen, Aufführungen, findet auch die Arbeit an meinem ersten  eigenen Theaterprojekt ein Ende. Auf dem Weg zurück bleiben: Eine kilometerlange Telefonliste, ein paar wunderbare neue Feindschaften und mindestens drei Nervenzusammenbrüche.

Dabei hat die Zusammenarbeit mit meinen Darstellern und Helfern eigentlich wunderbar funktioniert, niemand kam zu Schaden und alles war eins a pünktlich bereit. Wie dieses Paradoxon zustande kommt? Die Antwort ist ebenso schlicht wie aussagekräftig (wenigstens für alle, die sich schon einmal an einem Theaterprojekt an der Uni Bayreuth versucht haben): THEATERRAUM! „Eine Anleitung zum Überleben“ weiterlesen

Nach Hause – nur wie?

Pünktlich zur vorlesungsfreien Zeit ist es wieder soweit: Die Heimfahrerwelle – nein, der Heimfahrertsunami – rollt an!

Egal ob mit Auto oder Zug, (fast) alle freuen sich darauf, die Semesterferien zuhause zu verbringen. Im Falle des Studentenagenten Sonja007 ist man einer von denen, die mit dem Zug fahren – wie so viele andere auch. Zumindest wimmelt es am Bahnhof von Menschen. Da kann es doch nicht möglich sein, dass jeder in eine andere Richtung fährt! Also nachgefragt: „Fahren Sie zufällig in meine Richtung? Ja? Achso, Sie haben sich schon ein Bayernticket Single für 20 – oder mittlerweile 21 Euro gekauft“. Na gut. Am Ende läuft es wie immer darauf hinaus, dass man für die einfache Fahrt auch 21 Euro zahlen muss. Es scheitert anscheinend an mangelnder Kommunikationsfähigkeit, dass die Hälfte der Studenten in dieselbe Richtung mit einem Single-Bayernticket fährt. „Nach Hause – nur wie?“ weiterlesen

Schiller reloaded

Ein zwiegespaltener Charakter gemischt mit etwas Medienschelte und einem Brecht´schen Offkommentar – schon hat man Schiller in die Moderne gebeamt. Heraus kommt: „Luise vs Luise“

Der kleine Saal in der katholischen Hochschulgemeinde in Bayreuth ist wieder einmal gut besucht. So gut sogar, dass die Souffleuse zu Beginn erst einmal als Platzanweiser einspringen muss. Als dann endlich alle Besucher auf einem Stuhl saßen konnte es los gehen. Auf dem Spielplan steht eine Bearbeitung des Klassikers Kabale und Liebe. Wer jetzt denkt, das haben wir doch schon zu oft gesehen, der sollte überrascht werden. „Schiller reloaded“ weiterlesen

Die Träumer – ein düsterer Traum der ganz anderen Art

Zwei Personen, eine Bühne, das Stück “Tagträumer” von William Mastrosimoe, Fingerfarben, Bilder und Musik – das waren die Grundlage für die Inszenierung “Die Träumer” von Katharina Sturm. Ein Stück das berührt, verwirrt und einfach mal anders ist.

Jeden, den man danach befragen würde, wird es anders finden, denn dieses Stück ist nicht wie jedes andere, es ist etwas besonderes. Der Text des Stückes ist eine wunderbare Sprache, wie ich finde, die jedem ein anderes Bild vermittelt, und oft zu deftig ist, doch nicht jedem gefällt er. Einige fanden die Inszenierung gut, aber das Stück gefiel ihnen nicht. Ich finde ihr ist eine tiefe, rührende Geschichte gelungen, die gut von den beiden Darstellern umgesetzt wurde, doch manchmal nehme ich ihnen das Spiel nicht ab und sehe nicht ihre Figur, sondern sie selbst, wie sie spielen.

Schlecht bezahlte Schauspieler?

Die Zuschauer erwartet ein düsteres Szenario, als sie den Theaterraum betreten: minimalistische Beleuchtung, ein Schimmer des aufkeimenden Mondes, in den Raum geworfen durch eine Lücke in der ansonsten gänzlich geschwärzten Fensterfront. Auf der Bühne die gesamte Besetzung des Theaterstücks, außer den zwei „Wissenden“ (Eva Hofem und Daniela Mengdehl), die im Original von Oscar Wilde nicht vorkommen. Sie postieren sich wenig später am Rand der Bühne verharren dort.
Die übrigen Personen sitzen auf Stühlen im Halbkreis aneinandergereiht und schweigen. Alle tragen weiße Halbmasken, wie man sie aus venezianischen Karnevals kennt. In der Mitte des Halbkreises: Salome (Helena Michel), ganz in weiß.
So wie es los geht, geht es auch weiter und so endet es auch: Pathetisch. Verglichen mit der Bedeutung und der Wichtigkeit die es im Stück einnimmt, ein viel zu kleines Wort.
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Endstation „Bachelor of Arts“

Der Bachelorstudiengang „Theater & Medien“ wird in Bayreuth in Kombination mit einem Nebenfach angeboten, so dass man als Student des Studienganges gleich in drei unterschiedliche Gebiete schnuppern kann. Das kann von Vorteil sein aber auch zum Nachteil werden, denn immerhin kann ein breites Spektrum auch verunsichern. Nicht selten bleibt nach dem Studium die Frage offen: Wie geht es jetzt weiter?

Bei der Entscheidungsfindung kann auch der  Blick zu den Alumni helfen. Wir stellen euch in mehreren Artikeln  einige spannende Lebenswege vor. Eine der ersten Bachelorabsolventinnen des Studienganges Theater und Medien ist Jasmin Srouji, die ihren Bachelor 2008 absolvierte.

KW: Bereits an der Universität Bayreuth hast du dich im Bereich TV engagiert. Welchen Einfluss hatte das für deinen weiteren Lebensweg? „Endstation „Bachelor of Arts““ weiterlesen

Was die Praxis zu bieten hat

Ein ganz normaler Morgen Ende November: vor der Mensa der Uni Bayreuth steht ein Reisebus. Davor zirka 40 Studenten, die meisten mit Kaffebechern in der Hand. Man sieht müde Gesichter. Aber hinter der Müdigkeit versteckt sich auch Spannung.

Spannung auf das, was die Studenten die nächsten zwei Tage erwarten wird. Geplant ist eine Exkursion in die bayrische Landeshauptstadt. In München ist nämlich nicht nur der Sitz der Landesregierung, sondern auch Sitz des Bayrischen Rundfunks. Im Bus stimmt Dozent Jens Wagner die Studenten auf die bevorstehende Reise an. In den ausgeteilten Texten findet sich ein Begriff, der den Studenten in den folgenden Tagen immer wieder begegnen sollte: „Crossmedia“. „Was die Praxis zu bieten hat“ weiterlesen

Retro: Konsole ausgepackt und zurück auf dem Bildschirm

Bereits zum zweiten Mal lud die Angewandte Medienwissenschaft zum Spielabend; diesmal unter dem Motto „Retro“. Dabei zog es vorangig die jungen Spielliebhaber am letzten Vorlesungsmontag vor den Ferien an den Geschwister-Scholl-Platz.

So kurz vor Weihnachten einen Spieleabend veranstalten – kommt da jemand, bei dem Wetter und dem üblichen Weihnachtsstress? Ja. Denn die eingefleischten Spieler lassen sich von solchen Nebensächlichkeiten wohl kaum abhalten. Pünktlich um 18 Uhr standen die ersten Fans auf der Matte und ließen sich auch nicht lange bitten. Einer, der es kaum erwarten konnte seinen Gegnern zu zeigen, wo es lang geht, ist Martin Hagler. „Retro: Konsole ausgepackt und zurück auf dem Bildschirm“ weiterlesen

Wie es zum Happy-Anstehing kam

Wenn Sie diesen Artikel lesen möchten, klicken sie bitte hier, anschließend öffnen Sie den Antrag auf den Erhalt der Berechtigung zum Lesen dieses Artikels. Wenn Sie das geschafft haben, geben Sie bitte ihr persönliches Passwort ein, welches Sie bekommen, indem Sie die letzte Transaktionsnummer auf Ihrer TAN-Liste rückwärts lesen und bis zur fünften Ziffer übernehmen. Nun können Sie den Antrag als pdf-Datei öffnen und ausdrucken. Damit gehen Sie bitte in die Studentenkanzlei, lassen sich den Antrag unterschreiben, dann können Sie … usw.

Wem diese Situation bekannt vorkommt, studiert sicherlich an der Universität Bayreuth und hat versucht, sich sowohl über die Internetseite zu informieren, als auch (wie gewagt!) wichtige Formalitäten über die höchst übersichtlich gestaltete Homepage zu erledigen.

Alles fing damit an, dass ich mich für einen Sprachkurs anmelden wollte. „Wie es zum Happy-Anstehing kam“ weiterlesen

„Regulated selfregulation? What’s that?“

Mit bekannten Namen (meist sehr langen mit unendlichen Titelfolgen) wollte es Zuhörer locken, das 6. Bayreuther Forum für Wirtschafts- und Medienrecht zum Thema Jugendmedienschutz: Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger; Jens Seipenbusch, Gründer und Vorsitzender der Piratenpartei; Stephanie Freifrau von und zu Guttenberg, Ministergattin und Aushängeschild der fragwürdigen RTL II-Sendung „Tatort Internet“. Letztere glänzte letztlich – nein, nicht in einem tief dekolletierten, roten Satinkleid – sondern ganz bescheiden durch ihre Abwesenheit.

„Jugendmedienschutz im Informationszeitalter“ lautete das Thema, das die verschiedenen Referenten in ihren Vorträgen beschäftigte. Der Jugend(medien)schutz (JMS) hat in der deutschen Gesetzgebung einen sehr hohen Stellenwert. Das sieht man allein schon daran, dass er im Grundgesetz verankert ist. Erzieherische Aufgabe – in erster Linie der Eltern, aber auch des Staates – ist es, Gefährdungen von Kindern und Jugendlichen vorzubeugen, entgegenzuwirken und positive Bedingungen für die Erziehung zu schaffen. JMS setzt nicht erst bei akuter Gefährdung an, sondern bei „„Regulated selfregulation? What’s that?““ weiterlesen

„Theater und Medien“ – Nur eine verheißungsvolle Studienbezeichnung?

Als „Theater und Medien“-Student der Uni Bayreuth wird man im Laufe des Studiums immer wieder unweigerlich mit der Frage konfrontiert: Theater und Medien – Wie passt das eigentlich zusammen? Wo gibt es die Schnittmengen in Lehre, Forschung und Praxis? Eine Antwort zu finden ist nicht so leicht. Ganz im Gegenteil.

Trotz des vielversprechenden Titels „Theater und Medien“ bleibt bei mir die Frage nach dem UND bestehen. Wo genau findet denn dieser Austausch statt? Was verspricht sich der Studiengang „Theater und Medien“ von sich? Möchte man Theater und Medien überhaupt verbinden? Oder gönnen wir uns noch mal drei Jahre intensiver Suche nach den eigenen Stärken, um herauszufinden, ob wir nun mehr Theater oder mehr Medien sind? Denn nur die wenigsten wagen sich an eine Verbindung beider Elemente …

Doch woran liegt diese Unsicherheit unserem eigenen Studium gegenüber? An den Studieninhalten, den vermeintlichen Brücken, den Studenten, den mageren außeruniversitären Angeboten?

Ein Erklärungsversuch: „„Theater und Medien“ – Nur eine verheißungsvolle Studienbezeichnung?“ weiterlesen

Warum ist der Mensch?

Der Frage nach dem Menschensein geht Georg Büchner in seinem „Woyzeck“ nach. Und auch Miriam Locher stellt diese elementare Frage in den Mittelpunkt ihrer multimedialen Theaterinszenierung „Woyzeck – Entfremdet“.

Sich als Student an Klassiker wie „Woyzeck“ zu wagen mag für den einen anmaßend, für den anderen mutig sein. Immerhin setzt eine Interpretation des Stückes stets ein gewisses Verständnis voraus, das man den jungen Studenten nur selten zugestehen möchte. Um so logischer scheint es, das Stück neu zu interpretieren, was Miriam Locher tut.

Für „Woyzeck – entfremdet“ erstellt die Regisseurin eine eigene Textfassung, sodass am Ende noch 25 Minuten übrig bleiben. Neben einer erfrischend kurzen Textfassung trumpft Miriam Locher mit einem weiteren Highlight auf: sie verwendet nicht nur auf konventionelle Art und Weise Medien in ihrem Theaterstück, sie verbindet das Stück sogar im wörtlichen Sinne mit einem Computer.

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