Artikel die ich hätte schreiben können, wenn…

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… ich nur nicht so faul und unmotiviert gewesen wäre!

Das Semester neigt sich dem Ende zu, die Klausurenphase ist überstanden und der Sommer ist im vollen Gange. Als Medienstudent in Bayreuth bekommt man von den letzten beiden jedoch nur sehr wenig mit. Trotzdem wird jedes Semesterende von dem Gefühl begleitet, dass man sich doch so viel vorgenommen und doch nur das wenigste davon geschafft hat. Für die meisten Studenten ist das meist das regelmäßige Lernen, das Besuchen der Vorlesungen oder die Reduzierung des Alkoholkonsums. Und auch wenn ich diese Dinge ebenfalls bitter nötig hätte und man darüber  wohl eine seitenlange Abhandlung schreiben könnte, ist das hier immer noch ein Medienblog! Darum folgen nun die Themen, die ich in diesem Semester gerne in einen Artikel verwurstet hätte, aber einfach zu faul, zu langsam oder zu feige dazu war.

Crowdfunding

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Kickstarter ist ja nun schon lange keine Besonderheit mehr. Von Studentenfilmen über Kunstprojekten und vor allem Videospielen ist auf der Crowdfundingplattform alles zu finden. Und auch wenn man bei solchen Seiten eigentlich von der immer hoch gelobten Schwarmintelligenz, die sinnvolle Projekte unterstützt und fehlerhafte meidet, ausgehen sollte, hat ein Projekt das komplette System ad absurdum geführt. Nur 10$ wollte Zack Danger aus Columbus haben um seinen ersten eigenen Kartoffelsalat zu machen. Bereits jetzt hat er über 61000$ sammeln können (Stand 20.7.). Und auch wenn dieses Projekt eindeutig ein Witz ist, der lustiger nicht sein könnte, zeigt es doch, dass diese eben vielpropagierte Schwarmintelligenz des Internets nicht das ist, was uns immer versprochen wurde. Denn während solche Projekte einfach aus Spaß mit mehreren Dollar pro Nase unterstützt werden, haben es vielversprechende, sinnvolle Projekte schwer die Aufmerksamkeit des Internets zu gewinnen, denn auch wenn der Kuchen auf dem Tisch steht, der Schwarm Fliegen wird trotzdem von der Lampe angezogen werden und sich die Flügel verbrennen.

PewDiePie

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Felix Arvid Ulf Kjellberg, oder einfach nur PewDiePie ist der momentan größte YouTuber der Welt. Über 28 Millionen Abonnenten kann der Pewds „Bro“ nennen. Das alles hat er erreicht durch einfache Lets Play Videos ohne großen Produktionsaufwand. Doch es wurden schon tausende Artikel über den Schweden und seine Angstausbrüche bei Horrorspielen geschrieben. Mein Artikel, wäre er denn jemals zustande gekommen, wäre über die Macht dieses blonden Schönlings gegangen. Denn nicht nur kann er seine Fans dazu motivieren, über 1 Million $ für wohltätige Zwecke zu spenden, er entscheidet auch welches Spiel der neue Hit wird und welches nicht. Am deutlichsten wird das bei dem kontrovers diskutierten Mobilgame Flappy Bird. Dümpelte es anfangs um Mitte Januar noch im unteren Bereich des App Stors rum, schossen die Downloadzahlen ca. ab dem 28. Januar regelrecht in den Himmel. Und wer postete nur einen Tag vorher ein YouTube Video über Flappy Bird? Genau, kein anderer als unser Lieblingsschwede Felix Arvid Ulf Kjellberg.

Sexismus in Videospielen

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OK, langsam kommen wir in heikle Gewässer. Dass Videospiele nicht das beste Frauenbild haben, das wissen wir. Dass einige Gamer sich am liebsten die Geschlechterrollen des 19 Jhd. zurückwünschen, das wissen wir auch. Doch dieser Artikel sollte eigentlich eben keine Moralpredigt mit gehobenem Zeigefinger werden. Ich wollte aufzeigen, wie weit wir bereits gekommen sind und dass, obwohl noch ein sehr weiter Weg vor uns liegt, sich die Geschlechterrollen in der Videospielkultur schneller verändert als in irgendeinem anderen Bereich unseres Lebens. Bestes Beispiel wäre hier der eSport, denn im Februar diesen Jahres änderte die International eSports Federation ihre Tunierbestimmungen, sodass sowohl Frauen als auch Männer an den Turnieren teilnehmen können. Umgesetzt wurde dies aufgrund des enormen Drucks von den Entwicklern der Turnierspiele aber auch von den Spielern selbst. Dass dies nicht das Ende gewesen sein kann, sollte jedem klar sein, doch es ist ein Schritt in die richtige Richtung und immerhin ist der eSport damit eine der wenigen Disziplinen in denen Männer und Frauen gegeneiander antreten können. Selbst Schach trennt bei großen Wettstreiten nach Geschlechtern.

60€ für neue Skins?!

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Anlass zu dieser Artikelidee waren die ersten Gamplay-Trailer zu Firaxis neuem Rundenstrategie Epos Beyond Earth, dass gameplaytechnisch mit seinem großen Bruder Civilization scheinbar nahezu übereinstimmt. An sich kein Problem, denn die Formel hat sich bewährt, doch die Tatsache, dass die aktive Modcommunity ähnliche Szenarien mit komplett neuen Einheiten und Landschaften bereits vor einigen Jahren als kostenlose Mod für CIV5 herausgebracht hat, erzeugt einen leicht bitteren Nachgeschmack und das Gefühl eines 60€ teuren Skinpackets. Doch dann habe ich gemerkt, was für ein Fanboy ich bin, wenn es um die CIV-Reihe oder allgemein alle Firaxis-Spiele geht. Darum wurde diese Idee so schnell wieder vergraben wie sie ausgebuddelt wurde.

Ein Redaktuersposten für 0€ im Monat

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Schon wieder ein Artikel, den ich aus Schiss nicht geschrieben habe. Anlass war hier der nun beschlossene Mindestlohn und mein unbezahltes Praktikum bei einem Radiosender. Denn dort ist es gang und gäbe, dass sich die arbeitende Redaktion aus zwei hauptberuflichen Redakteuren, die sich um den Sendeablauf kümmern, einen Moderator und 3-4 Praktikanten, die alle Nachrichten und Beiträge texten, besteht. Dies führt zweifelsfrei zu einem extrem schnellen Lernprozess, doch kann dadurch die Redaktion auch ohne die Praktikanten nicht bestehen. Und so kann es sein, dass die unbezahlten Praktis einen Großteil des Programms des Senders füllen, dafür jedoch keinen Cent sehen und meistens sogar noch Miete in der jeweiligen Stadt aus eigener Tasche zahlen müssen. Doch dieses Problem ist einfach ein viel zu weites Feld. Und immerhin will auch ich irgendwann einmal einen Job bei irgendeinen Medienunternehmen… darum halte ich jetzt lieber die Klappe.

Was läuft eigentlich falsch bei der Gamescom?

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Das ist ein Artikel, der womöglich noch kommt, auch wenn ich selbst nicht zur Messe nach Köln fahren kann. Doch darüber bin ich ganz froh, denn die Gamescom ist gar keine Spielemesse mehr, sie ist ein Freizeitpark mit bunten Lichtern, lauten Fahrgeschäften und Schlangen, deren Enden nicht abzusehen sind.  Und die Veranstalter wollen es so. Es werden Wild Cards für den Fachbesuchertag verteilt als wären es Gummibärchen und exklusive Ankündigungen von großen Herstellern gibt es auf der Gamescom schon lange nicht mehr, bzw. hat es nie gegeben. Die größte Spielemesse der Welt ist dadurch leider auch eine der Unbedeutendsten.

So das waren sie, die Themen über die ich hätte schreiben können, wenn ich nicht so faul und unmotiviert gewesen wäre. Natürlich sind mir noch andere Dinge im Kopf herumgeschwirrt, doch das waren jetzt mal die Größten. Vielleicht werde ich das ein oder andere Thema ja irgendwann mal richtig behandeln… aber vermutlich bin ich dafür dann auch wieder zu faul und unmotiviert!

Ein Gedanke zu “Artikel die ich hätte schreiben können, wenn…

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