Angezockt: auf der Gamescom 2013

GC Eingang

Auch in diesem Jahr lud wieder die Gamescom vom 21. bis 25. August zahlreiche Spielefans auf das Kölner Messegelände. Unter dem Motto „Celebrate the games“ stellten große Publisher wie Ubisoft, Sony, Square Enix und viele weitere ihre kommenden Spiele-Highlights für den Rest des Jahres 2013 und das Jahr 2014 aus. Im Gegensatz zum letzten Mal waren dieses Jahr die „Big Three“ ebenfalls alle auf der Gamescom, da sowohl Microsoft, als auch Nintendo wieder dabei waren. Mit 140.000 m² Fläche ist die Gamescom die größte Videospielmesse der Welt, mit 340.000 Besuchern wurde sogar ein neuer Besucherrekord aufgestellt. Dementsprechend war es vor allem bei den neuen Konsolen, der Playstation 4 und der Xbox One, schwierig, das eine oder andere Spiel anzutesten, ich will euch aber dennoch einige der Highlights und auch den einen oder anderen Geheimtipp der anspielbaren Games präsentieren.

Hallenplan-gamescom-2013

Die wohl prestigeträchtigste Halle der Gamescom dürfte, wie schon letztes Jahr, Halle 7 gewesen sein. Dort waren z.B. die Videospielgiganten Sony und Ubisoft, oder auch Activision zu finden. Während Ubisoft bei einigen ihrer Titel, wie beispielsweise dem für 2014 angekündigten The Division, oder dem wahrscheinlich begehrtesten Spiel der gesamten Messe, Watch_Dogs, keine voll spielbaren Demos zur Verfügung stellte, waren sie auch mit dem Next-Gen-Rennspiel The Crew und natürlich mit dem neuesten Ableger ihrer Vorzeige-Franchise Assassin’s Creed IV: Black Flag vertreten. Assassin’s Creed IV nimmt sich gameplaytechnisch die beliebten Schiffsmissionen aus dem Vorgänger zum Vorbild und wird atmosphärisch passend dazu in ein Piraten-Setting versetzt. In der Demo musste man mit dem neuen Protagonisten Edward Kenway als Kapitän einer Galeere eine Festung ansteuern und auf dieser mithilfe der Schiffskanonen zwei Verteidigungsposten zerstören (natürlich nicht ohne Widerstand anderer Schiffe). Während die Steuerung hierbei etwas gewöhnungsbedürftig war, sah das Spiel grafisch sehr gut aus und man ist vor allem in der Assassin’s Creed-Reihe detailliert designte Spielwelten ja gewohnt. Wir hätten zwar gerne gesehen, wie sich denn das Kampfsystem im Vergleich zu den vorherigen Ablegern geändert hat, allerdings war die Schiffsmission der einzige Bestandteil der Demo.

Ubisoft_Watch_Dogs

Ubisoft hatten ihre Blockbuster im Gepäck

The Crew, welches bereits auf der E3 in Los Angeles mit seiner riesigen Spielwelt (es soll in The Crew möglich sein, durch die komplette USA zu reisen), die online in der „Cloud“ gespeichert ist und bei Bedarf abgerufen werden soll, Aufsehen erregte, war ebenfalls zum Anzocken bereit. Zunächst startete man im Tal des Todes und auf der Karte wurden die nächsten Ziele mit Distanzangabe angezeigt. Wir wunderten uns, ob es denn auch im Spiel mehrere hundert Kilometer bis zur nächsten Großstadt seien, allerdings wurden wir für eine Mission direkt nach Miami gebracht. Was folgte, war eine klassische Verfolgungsjagd auf einem Fahrzeug, welches im Team zerstört werden musste. Bislang bietet The Crew also keine großen Gameplay-Neuerungen, wenn es um die Racing-Mechaniken geht (Cartuning wird ebenfalls möglich sein). Der Reiz besteht nach unserem bisherigen Eindruck also tatsächlich daraus, ein Rennspiel mit einer riesigen Spielwelt vorgesetzt zu bekommen, die online ohne Ladeverzögerungen abgerufen werden und möglichst originalgetreu dargestellt sein soll. Bei The Crew  hatten wir ebenfalls die Möglichkeit, mal einen Xbox One-Controller in die Hand zu nehmen. Nachdem das Pad in den von Microsoft im Vorfeld veröffentlichten Videos sehr elegant aussah, können wir bestätigen, dass der Controller sich tatsächlich sehr gut anfasst und ergonomisch super in der Hand liegt. Das Steuerkreuz wurde verbessert und auch die Trigger, LT und RT, sind noch genauso gut handzuhaben wie beim alten Xbox 360-Gamepad.

Steht man auf der Gamescom auf einem blauen Teppich, weiß man, dass man sich in Sony-Gefilden aufhält. Auch dort wieder ein recht großes Aufgebot an AAA-Titeln, wie dem im Juni bereits erschienenen The Last Of Us, dem Heavy Rain-Nachfolger Beyond: Two Souls, oder aber dem für den 6. Dezember angekündigten Playstation 3-Titel Gran Turismo 6. Das Highlight für die Besucher war selbstverständlich Sonys neue Spielkonsole, die Playstation 4, anspielbar u.a. mit deren Launchtitel Knack oder Killzone: Shadow Fall. Hier war leider der Andrang so groß, dass uns ein Antesten des neuen Dualshock 4-Controllers verwehrt blieb. Allerdings gab es für uns bei der Playstation Vita-Abteilung eine kleine Überraschung. Dort konnte man sich in einer ca. 20-minütigen Demo Tearaway versuchen, das neue Platforming-Game von den Machern von Little Big Planet. Das Spannende bei diesem Titel ist, wie er sich einige der Augmented Reality Features der PS Vita zunutze macht und nebenbei immer noch ein klassisches und unterhaltsames Jump n‘ Run-Spiel bleibt. Die Wesen und Spielumgebungen bestehen alle aus Papier oder Pappmaschee (daher der Name TEARaway) und der Spieler muss als Kurier, der selbst aus einem Brief besteht, Nachrichten überbringen und dabei verschiedene Rätsel lösen. Einige davon bedienen sich an der Kamera der Vita oder am Touchscreen. Beispielsweise muss man ein Foto von einer Spielfigur machen und kann dabei mithilfe der Kamera einen echten Hintergrund nehmen. Oder aber auf dem Bildschirm liegt ein kleines Stück Papier und eine Schere und der Spieler muss mit dem Touchscreen die Schere ziehen und so einen bestimmten Gegenstand ausschneiden. Nützlich ist auch die Rückseite der Vita. In der Demo musste man relativ oft an die Rückseite klopfen, entweder um die Welt zum Beben zu bringen und so zu verändern, oder aber damit die Spielfigur stärker gefedert wird und so höher springen kann. Solche Features werden häufig als Gimmicks abgestempelt, in Tearaway sind es aber tatsächliche Gameplay-Mechaniken, bewusst für die Vita designt. Wie lange einen das Spiel am Stück fesseln kann, bleibt natürlich abzuwarten, aber durch das Puzzle-Platforming und den charmanten Art Style ist Tearaway auf jeden Fall etwas, das man sich vormerken sollte.

Tearaway

Die gemütliche Vita-Ecke bei Sony mit dem Kurier aus Tearaway

Ein Manko der letzten Gamescom war das Fehlen von Nintendo. Dieses Jahr hat es sich der japanische Spieleentwickler und Publisher aber nicht nehmen lassen, ihre altbekannten und allseits beliebten Franchises zu präsentieren. Unter anderem war das neue Super Mario 3D World, welches im Dezember für die Wii U erscheinen soll, und das HD Remake vom Klassiker The Legend of Zelda: The Wind Waker präsent. Letzteres wurde in der Grafik etwas aufpoliert und an das Steuerungsmodell der Wii U angepasst. So ist jetzt etwa das Inventar auf dem Tablet-Controller zu sehen, wodurch das Spiel nicht mehr pausiert werden muss, um Items zu wechseln. Rein am Gameplay wurde aber nichts weiter verändert, es spielt sich noch genauso gut wie vor zehn Jahren. Ebenfalls ausgestellt wurde Mario Kart 8, bei dem jetzt Münzen auf den Strecken liegen, um die Geschwindigkeit der Fahrzeuge temporär zu erhöhen. Außerdem wurde die Flugmechanik aus dem 3DS-Teil übernommen, bei der sich nach Sprungschanzen ein glider-ähnliches Gestell am Kart öffnet und das Kart für einen kurzen Moment fliegt. Inwiefern die benutzbaren Items sich geändert haben, konnte man in der Demo schlecht herausfinden.

Nintendo Stand

WW Tablet

Das Menü auf dem Wii U-Gamepad bei Wind Waker HD

Ebenfalls verfügbar war der Wii U-Exklusivtitel The Wonderful 101, bei dem der Spieler eine Menge an kleinen Figuren aus isometrischer Perspektive steuert, welche bei einer Zeichnung auf dem Tablet-Controller eine Waffe formen (z.B. bilden sie bei der Zeichnung eines geraden Striches ein Schwert), mit der er dann eine Menge an Gegnern ausschalten muss. Die Demo selbst war allerdings etwas zu eintönig. Im Endprodukt wird das Gameplay eventuell noch etwas tiefgängiger, das Zeichnen von den Waffen erschien uns aber eher wie ein Gimmick, um den Tablet-Controller nutzen zu müssen.

Das war also für dieses Jahr wieder ein kleiner Einblick in einige der ausgestellten Games von der Gamescom 2013 in Köln. Meiner Ansicht nach waren es zwar eindeutig zu viele Menschen auf zu wenig Raum, aber auch wenn das Gedränge groß war und wir somit lange nicht alles antesten konnten, hat es sich gelohnt und wir freuen uns, wenn die Gamescom nächstes Jahr wieder auf das Kölner Messegelände einlädt.

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Ein Gedanke zu “Angezockt: auf der Gamescom 2013

  1. Zum Xbox ONE Controller: Ist wirklich alles so wie du beschrieben hast, LT, RT und die Tasten sind super, auch die Ergonomie. Aber was gar nicht geht sind die „Bumper“ bzw. LB, RB. Fühlen sich glatt an und werden manchmal, wegen dem Wippschalter nicht gescheit gedrückt – bei mir jeden falls. Daher ist der Controller für mich unten durch. Wenn ich allein an dieses Klickgeräusch denke welche die Bumper machen!!!

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